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Volkswagen erwartet schweres erstes Halbjahr

| Autor: Christoph Seyerlein

Der Volkswagen-Konzern hat im Januar weniger Neuwagen ausgeliefert als vor Jahresfrist. In Wolfsburg bezeichnet man das Ergebnis zwar als solide, befürchtet aber zugleich ein kompliziertes erstes Halbjahr.

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Der Volkswagen-Konzern hat im Januar 882.200 Fahrzeuge ausgeliefert.
Der Volkswagen-Konzern hat im Januar 882.200 Fahrzeuge ausgeliefert.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Der Volkswagen-Konzern ist mit einem Auslieferungsminus ins Jahr 2019 gestartet. Wie das Unternehmen am Freitag in Wolfsburg bekannt gab, gingen im Januar weltweit 882.200 Neuwagen an Kunden – und damit 1,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Volkswagen-Vertriebsleiter Christian Dahlheim sprach von einem „relativ stabilen Auslieferungsergebnis“, mit dem der Konzern „solide ins neue Jahr gestartet“ sei.

Große Sprünge nach vorne erwartet Dahlheim in den kommenden Monaten allerdings nicht. Das „anhaltend volatile geopolitische Umfeld sowie aufziehende konjunkturelle Risiken in einzelnen Märkten“ werden das Geschäft des Autobauers aus Sicht des Vertriebsleiters „entscheidend beeinflussen“. Gerade die Handelskonflikte mit China und den Brexit sieht er als „besondere Herausforderungen“, die vor allem im ersten Halbjahr 2019 Auswirkungen auf den Absatz haben könnten.

Im Januar präsentierte sich der Gesamtkonzern in Europa stabil (+0,5 %), während es in den USA (-2,8 %) und China (-2,9 %) schlechter lief. Alles in allem habe man trotz des globalen Rückgangs insgesamt Marktanteile hinzugewonnen, betonte Dahlheim.

Von den Pkw-Marken wächst nur Seat

Die einzelnen Marken aus dem Konzern lieferten im ersten Monat 2019 sehr unterschiedliche Ergebnisse ab. Im Pkw-Bereich wuchs lediglich Seat, dafür aber sehr deutlich. Das spanische Fabrikat erzielte mit 44.500 Einheiten ein Plus von 14,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. VW Pkw (-3,4 %), Audi (-3 %), Skoda (-1,1 %) und Porsche (-16,1 %) schwächelten dagegen.

Von den Nutzfahrzeugmarken legten Volkswagen Nutzfahrzeuge (+14,4 %) und MAN (+7,9 %) aus Absatz-Sicht einen erfolgreichen Jahresstart hin. Scania musste dagegen einen Auslieferungs-Rückgang um ein Zehntel im Vergleich zum Vorjahresmonat schlucken.

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