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Volkswagen Financial: Deutlich weniger Neuverträge im ersten Halbjahr

| Autor: Christoph Seyerlein

Volkswagen Financial Services hat den Vertragsbestand im ersten Halbjahr 2020 trotz Corona leicht steigern können. Im Neukundengeschäft sah es allerdings mau aus – sowohl weltweit, als auch in Deutschland.

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Volkswagen Financial Services rechnet auch im Gesamtjahr mit deutlichen Einbußen.
Volkswagen Financial Services rechnet auch im Gesamtjahr mit deutlichen Einbußen.
(Bild: Volkswagen Financial Services)

Im Volkswagen-Konzern zählten die Finanzdienstleistungen im ersten Halbjahr zu den wenigen Sparten, die einen Gewinn erzielen konnten. Wie Volkswagen Financial Services am Mittwoch mitteilte, lag das operative Ergebnis mit 1,16 Milliarden Euro unter dem Strich 9,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Das zeigt: Auch bei den Braunschweigern hinterlässt die Corona-Pandemie ihre Spuren. Besonders im Neukundengeschäft hat Volkswagens Finanzsparte zu kämpfen. Mit 3,4 Millionen Stück schloss das Unternehmen im ersten Halbjahr deutlich weniger Neuvorträge als ein Jahr zuvor (-17,4 Prozent).

Insgesamt ist der Vertragsbestand mit 21,3 Millionen Stück aber stabil und sogar leicht positiv (+1,8 %). Das ist vor allem auf Zuwächse in den Bereichen Dienstleistungen (+8,5 %) und Leasing (+2,5 %) zurückzuführen. Bei Versicherungen (-1,1 %) und Finanzierungen (-0,6 %) war der Bestand dagegen rückläufig.

Auch in Deutschland deutlich weniger Neukunden

In Deutschland, dem größten Einzelmarkt der Volkswagen Finanzdienstleistungen, belief sich der Vertragsbestand zum Ende des ersten Halbjahres 2020 auf knapp 6,4 Millionen Stück (Vorjahr: 6,3 Millionen Stück, +1 %). Aber auch hierzulande setzte es im Neukundengeschäft deutliche Einbußen: Jener Bereich schrumpfte um 17 Prozent auf knapp 993.000 Stück (Vorjahr: 1,2 Millionen Stück).

Frank Fiedler, Finanzvorstand der Volkswagen Financial Services AG, erklärte: „Die weltweite Covid-19-Pandemie hat unser Geschäft im ersten Halbjahr 2020 erheblich beeinträchtigt und auch im zweiten Halbjahr sehen wir uns weiterhin hohen Unsicherheiten gegenüber. Deshalb gehen wir für den Geschäftsbereich Volkswagen Finanzdienstleistungen zum Jahresende von einem Operativen Ergebnis deutlich unter Vorjahresniveau aus.“

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