Currywurst gestrichen Volkswagen macht weitere Kantine fleischfrei

Autor / Redakteur: dpa / Marie Lücke

Das „Originalteil Currybockwurst“ ist eine Lebensmittel-Ikone und gehört für viele Volkswagen-Beschäftigte regelmäßig auf den Teller. Vom Speiseplan der Kantine im Wolfsburger Markenhochhaus verschwindet der Klassiker nun aber.

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Eine fleischlose VW-Kantine bedeutet das Ende für die legendäre VW-Currywurst.
Eine fleischlose VW-Kantine bedeutet das Ende für die legendäre VW-Currywurst.

Das Betriebsrestaurant soll nach dem Werksurlaub fleischfrei sein, wie aus einer internen Ankündigung hervorgeht. Die rund 150 Rezepte sollen dann ohne Fleisch auskommen. Nur hin und wieder werde Fisch zum Angebot gehören.

Viele Mitarbeiter wünschten sich vegetarische und vegane Alternativen, heißt es zur Begründung in dem Info-Schreiben des Herstellers. Die Neuausrichtung diene aber auch dem Thema Nachhaltigkeit, weil weniger Fleischverzehr pro Woche auch der Umwelt helfe. Am Standort in Hannover habe der zuständige Dienstleister das Konzept bereits erfolgreich umgesetzt.

Auf die Wurst verzichten muss bei VW aber niemand. In der Kantine wenige Meter entfernt auf der gegenüberliegenden Straßenseite werde es sie weiterhin geben. Zuletzt gab es im Vor-Corona-Jahr 2019 rund 7 Millionen Currywürste aus der Volkswagenfleischerei, dazu kamen mehr als 550 Tonnen Ketchup, wie ein Sprecher sagte. Aktuell seien aber noch viele Betriebsrestaurants beim Autobauer geschlossen.

Mit der Umstellung auf vegetarische und vegane Küche setzt VW nach Einschätzung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) auf einen Trend, den es schon seit einigen Jahren gibt. „Die Zeiten, in denen die vegetarische Küche von manchen etwas stiefmütterlich behandelt wurde, sind endgültig vorbei“, sagte ein Dehoga-Sprecher.

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