Volkswagen muss Abschleppösen-Rückruf deutlich ausweiten

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jens Rehberg

Nachdem es Anfang des Jahres eher nach einer kleineren Aktion ausgesehen hatte, müssen nun weltweit über eine halbe Million Kleinwagen der Marken VW, Skoda und Seat zu einem Tausch der beigelegten Vorrichtung in die Vertragswerkstatt.

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(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Der Volkwagen-Konzern erweitert einen bereits Anfang des Jahres bekannt gewordenen Rückruf wegen fehlerhaften Abschleppösen. Allein VW ruft weltweit etwa 394.000 Einheiten des Polo und jetzt auch des Kleinstwagens Up zurück, um die dem Bordwerkzeug beiliegende Vorrichtung auszutauschen. In Deutschland geht es um 58.800 Einheiten des Up und um 4.400 Polos.

Bei Seat sind weltweit etwas über 30.000 Mii hinzugekommen. „Davon sind 13.442 Fahrzeuge in Deutschland betroffen“, so ein Sprecher des Importeurs. Bei Skoda müssen insgesamt 114.500 Citigo und Rapid in die Vertragswerkstätten. In Deutschland erhalten 22.207 Halter eines Citigo und exakt 1 Rapid-Fahrer eine Rückrufaufforderung.

Nachdem von den Rückrufen „50D8“ (Skoda), „50D9“ (VW) und „50E1“ (Seat) zunächst nur wenige Produktionswochen des vergangenen Jahres betroffen waren, geht es nun um den Bauzeitraum 1. Oktober 2015 bis 29. Mai 2017. Auch diesen Fahrzeugen sei eine fehlerhafte Abschleppöse mit der Teilenummer „6K0803615C“ beigelegt worden, hieß es.

Bei dieser Abschleppöse bestehe die Gefahr, dass sie durch die Belastung während des Abschleppvorgangs abreiße. „Ein unter Spannung reißendes Abschleppseil kann Personen verletzen und Gegenstände beschädigen.“

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