Volkswagen startet Economy Service

Autor: Jan Rosenow

VW unternimmt einen weiteren Versuch, Kunden mit Autos aus dem Segment 2 zu binden: den Volkswagen Economy Service. Den ersten Standort betreibt die Löhr-Gruppe in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

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Jetzt unter der eigenen Marke: Economy Service von Volkswagen.
Jetzt unter der eigenen Marke: Economy Service von Volkswagen.
(Bild: @ focus-vallendar.de/Matthias Brand)

Die Löhr-Gruppe hat am Freitag den ersten Betrieb eröffnet, der das Konzept „Volkswagen Economy Service“ umsetzt. Mit dieser Idee unternimmt die Marke VW erneut einen Versuch, Kunden mit Fahrzeugen aus dem Segment 2 länger an die Markenbetriebe zu binden. Die Voraussetzungen für einen Erfolg sind gut, hat die Löhr-Gruppe doch einen komplett neuen Stand-alone-Betrieb für Volkswagen Economy Service gebaut, der zugleich auf einen großen Kundenstamm zurückgreifen kann.

Das Werkstattkonzept ist auf Verschleißreparaturen, Inspektionen und das Reifengeschäft für Fahrzeuge älter als vier Jahre ausgelegt. Es schließt aber neue Modelle nicht aus, das heißt jeder VW-Kunde kann diesen Service nutzen. Kostenvorteile generiert das Konzept aus der günstigeren Economy-Teilelinie sowie aus einem niedrigeren Stundenverrechnungssatz, der allerdings grundsätzlich in der Verantwortung des VW-Partners liegt.

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„Durch preisgünstige Angebote zu gewohnt hoher Volkswagen-Servicequalität wollen wir Kunden mit älteren Fahrzeugen begeistern. Diese Marke bietet alle Leistungen, um diese wichtige Zielgruppe vom Service im Volkswagen-Autohaus zu überzeugen“, beschreibt Jan Bures, Leiter Service Deutschland der Marke Volkswagen Pkw, das Ziel der Initiative.

Großen Wert hat der Wolfsburger Hersteller auf die Wirtschaftlichkeit des Konzepts für die Partner gelegt. Die meisten Vorgaben werden durch die ohnehin bestehende Infrastruktur und Werkstattausrüstung abgedeckt. Grundsätzlich können die VW-Partner unter unterschiedlichen Modellen wählen: neben der aufwändigen Stand-alone-Bauweise ist auch ein separates Gebäude auf dem Autohaus-Grundstück oder eine Shop-in-shop-Lösung möglich.

Anke Köckler, Leiterin Service-Organisation Deutschland bei Volkswagen, sagte zur Eröffnung: „Aus unseren früheren Konzepten für dieses Marktsegment haben wir gelernt: Zum einen arbeiten wir unter der Dachmarke VW, wenn auch mit eigenem Marketing. Zum anderen zeichnet sich Volkswagen Economy Service durch niedrige Standards und große Flexibilität für die Partner aus.“

Bis zum Ende des Jahres sollen 400 Standorte hinzukommen, bis Ende 2018 strebt Volkswagen 800 Stützpunkte an. Im vierten Quartal dieses Jahres will Volkswagen eine eigenständige Marketingkampagne für Economy Service starten.

„Der Economy-Service-Betrieb ist für uns ein Schritt in die Zukunft – und das im 125. Jahr der Löhr-Gruppe“, betonte Rainer Blessgen, Vorstand der Löhr & Becker AG, bei der Eröffnung in Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Jetzt können wir Kunden mit älteren Autos volle VW-Servicequalität zum günstigeren Preis bieten.“ Er kann sich gut vorstellen, das Konzept auch an anderen Standorten umzusetzen.

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Auf dem Gelände war bis Anfang 2016 das VW-Autohaus Kempen aktiv. Nachdem die Löhr-Gruppe das Unternehmen übernommen hatte, wurde das Gebäude abgerissen und durch einen neuen Betrieb ersetzt, der Vorbildcharakter für die Stand-alone-Variante von Volkswagen Economy Service haben dürfte. In der 1.250 Quadratmeter großen Halle arbeiten 14 Mitarbeiter, überwiegend aus dem früheren Kempen-Betrieb. Die Werkstattausrüstung ist auf dem neuesten Stand. So gibt es etwa einen Lichteinstellplatz nach der neuen Norm.

Durch die enge Vernetzung mit dem Hauptstandort des Autohauses Kempen im 20 Kilometer entfernten Meckenheim kann das Team in Bad Neuenahr-Ahrweiler alle Leistungen anbieten, die VW-Kunden erwarten – von der Reifeneinlagerung bis zur Unfallreparatur.

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Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group