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Volkswagen T6 Facelift: Bulli unter Strom

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Ein gutes Jahr vor dem Erscheinen des rundum neuen VW T7 spendiert VW seinem Bestseller T6 eine Auffrischung. Der seit 70 Jahren gebaute Großraum-Van bekommt neben sauberen Dieselmotoren erstmals einen reinen Elektroantrieb.

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VW spendiert dem Bulli beim T6.1 erstmals einen E-Antrieb.
VW spendiert dem Bulli beim T6.1 erstmals einen E-Antrieb.
(Bild: VW)

12 Millionen Mal rollte der VW Bulli in sieben Jahrzehnten vom Band. Und jetzt funkt´s richtig. Volkswagen nutzt das anstehende Facelift, um das Auto mit den vielen Namen (u.a. Multivan, California, Caravelle, Bus, Transporter) künftig auch elektrisch auf die Reise zu schicken. Freizeitsportler, Großfamilien oder Handwerker können neben dem jetzt blitzsauberen Diesel in vier Leistungsstufen auch zwei Versionen mit E-Antrieb wählen. Die stärkere davon stromert pro Batterieladung mehr als 400 Kilometer weit.

Durchaus eine Überraschung also, die VW da in der heimischen „Autostadt“ in Wolfsburg präsentierte. Denn der jetzt T6.1 genannte Neuling kommt nur ein Jahr vor dem völlig neuen VW-Bus mit folgerichtiger Bezeichnung T7. Der teilt sich dann mit vielen VW-Modellen eine gemeinsame Plattform, wird zunächst rein elektrisch angetrieben und zudem ein Kind der neuen Ehe zwischen dem deutschen Riesenkonzern und Ford sein. Und dann wird ja 2020 auch noch der kleinere ID Buzz als Familien-Van ins wahre Leben entlassen. Mit gleich drei E-Mobilen will VW dann den Transporter- und Van-Markt rocken.

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Dass dem derzeitigen Modell nun auch ein elektrisches Innenleben eingehaucht wurde, ist durchaus sinnvoll. Sowohl der kommende T7 als auch der knuddelige ID Buzz sind nur bedingt für die ganz harte Praxis als nutzbringender Transporter für Handwerk oder Lieferdienste geeignet. Deshalb soll der T6 noch lange weiterleben. „Der neue T6.1 ist das Auto für das Hier und Jetzt“, sagt Nutzfahrzeug-Chef Thomas Sedran. „Wir haben ein bewährtes Fahrzeug genommen und neben den neuen Antrieben auch die Assistenz- und Infotainmentsysteme auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.“

Denn nicht nur unter der kurzen Motorhaube haben die Ingenieure aus Hannover Hand angelegt. Da der neue VW-Bus jetzt mit einer elektrohydraulischen Lenkung die Richtung hält, können endlich auch elektronische Helfer wie Spurhalte- und Seitenwindassistent, halbautomatisches Ein- und Ausparken oder das selbsttätige Rückwärts-Rangieren mit einem Hänger in der Ausstattungsliste Einzug halten. Das war mit der bisherigen rein hydraulischen Lenkung nicht möglich.

Auch die Designer beteiligten sich an der Fitness-Kur für den VW Bus. Die Frontpartie trägt nun einen nach unten erweiterten Lufteinlass, der die bisherige Zierlichkeit deutlich in die Breite zieht. Ein Effekt, den die schmaleren Scheinwerferaugen (auf Wunsch mit LED-Technik) noch verstärken. Dazu ist die Motorhaube leicht nach oben gewölbt und mit zwei Falzen versehen. Wer den T6.1 als Neuheit wahrnehmen will, muss ihm also nur in die Augen sehen.

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