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Volkswagen will in den USA vorankommen

| Autor / Redakteur: dpa/jr / Jens Rehberg

Der Volkswagen-Konzern will im Zuge seiner Wachstumsstrategie 2011 in den USA ordentlich aufs Gas treten. Der neue abgespeckte Passat soll vor allem der asiatischen Konkurrenz Beine machen.

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Der neue Spar-Passat für Amerika soll ab umgerechnet rund 15.500 Euro zu haben sein.
Der neue Spar-Passat für Amerika soll ab umgerechnet rund 15.500 Euro zu haben sein.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Volkswagen-Konzern peilt für 2011 weitere Verkaufszuwächse an. „Wir rechnen für den Gesamtmarkt mit einer Wachstumssteigerung von fünf Prozent weltweit“, sagte VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler am Montag am Rande der Automesse in Detroit. Der Konzern wolle beim Marktanteil weiter zulegen und damit um mehr als fünf Prozent wachsen. Die Schwerpunkte dieser Wachstumsstrategie sieht Klingler in China, Russland und den USA.

Jahr der Entscheidung

Vor allem auf dem wichtigen US-Markt will Volkswagen in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorne machen. Im Fokus steht dabei insbesondere die starke asiatische Konkurrenz. „Dieses Jahr ist vielleicht das entscheidendste Jahr für Volkswagen in den USA“, sagte US-Chef Jonathan Browning am Samstag am US-Stammsitz von VW in der Nähe von Washington. Volkswagen will seinen Absatz in den USA deutlich steigern, im ersten Quartal 2011 läuft zudem die Produktion im neuen US-Werk an.

Bislang ist VW auf dem US-Markt vergleichsweise schwach vertreten. Absatzzuwächse in den USA gelten aber als wichtiger Baustein auf dem Weg, bis 2018 Toyota als weltgrößter Autobauer abzulösen.

Passat-Variante für Amerika

In diesem Jahr sollen die Verkäufe der Marke VW in den USA auf rund 300.000 Einheiten ansteigen, bis 2018 will der Autobauer den Absatz auf 800.000 Fahrzeuge erhöhen. Einen maßgeblichen Beitrag dazu soll der sogenannte New Midsize Sedan leisten. Der in der Passat-Klasse angesiedelte Wagen wurde speziell für die USA entwickelt und wird dort ab diesem Jahr im neuen Werk im US-Bundesstaat Tennessee produziert.

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Im vergangenen Jahr hatte die Marke VW in den USA einen Zuwachs von gut 20 Prozent erzielt und mit 256.830 Fahrzeugen so viel verkauft wie seit sieben Jahren nicht mehr. Die besten Zeiten erlebte VW in den USA im Zeichen von Käfer und Bulli: 1968 entschieden sich 569.292 Amerikaner für einen VW.

Strategischer Fokus

Die neue US-Strategie steht unter besonderem Augenmerk von VW-Chef Martin Winterkorn und dem gesamten Vorstand. „Es gibt ein hohes Maß an Engagement, das US-Geschäft erfolgreich zu machen“, sagte Browning. „Sie wollen eine fundamentale Veränderung unserer Position auf dem US-Markt erreichen.“ Wann das neue Werk in Chattanooga profitabel laufen soll, dazu gibt es nach Angaben von Projektleiter Frank Fischer keine Vorgabe. Aber das Ziel der VW-Spitze, bis 2013 das US-Geschäft auf Gewinn zu trimmen.

Auf Seite 2: Eine Milliarde Dollar für Chattanooga

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