ADAC-Kältetest Vollgeladene Elektroautos stehen Winter-Staus durch

Autor / Redakteur: sp-x/vh / Viktoria Hahn

Elektromotoren produzieren keine Abwärme. Kann es deshalb bei niedrigen Temperaturen schnell ungemütlich werden, wenn man mit einem Stromer im Stau steht? Antworten darauf liefert ein Test des ADAC.

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Der ADAC hat E-Autos in den Frost gestellt.
Der ADAC hat E-Autos in den Frost gestellt.
(Bild: ADAC)

Elektroautos sind kälteempfindlich. Trotzdem macht ihre Batterie bei Minusgraden auch nach mehreren Stunden im Stau nicht schlapp, wie ein Test des ADAC nun ergeben hat. Auch Heizung, Sitzheizung und Radio können demnach weitgehend bedenkenlos genutzt werden. Sorgen vor einer Kältepanne sind dem Club zufolge weitgehend unbegründet.

Die Tester hatten einen Renault Zoe und einen VW E-Up bei Temperaturen bis minus 14 Grad für zwölf Stunden auf ihre Widerstandsfähigkeit geprüft. Dabei wurde der Innenraum auf 22 Grad beheizt, die Sitzheizung aktiviert und das Standlicht eingeschaltet. Nach dem Test waren am frühen Morgen beim Renault Zoe etwa 70 Prozent des 52 kWh großen Akkus und beim VW E-Up rund 80 Prozent des 32-kWh-Akkus verbraucht. Selbst unter extremen Bedingungen kann man also mit dem Zoe rund 17 Stunden und mit dem E-Up etwa 15 Stunden in einem Stau ausharren.

Keine komplette Entwarnung

Die Entwarnung gilt allerdings nur für Fahrzeuge mit gut gefülltem Akku. Ist der Energiespeicher zu Staubeginn bereits zu großen Teilen entleert, dürfte sich die verbleibende Betriebszeit deutlich verkürzen. Der ADAC empfiehlt daher, eine nahezu leere Batterie kurz vor der Auffahrt auf eine Autobahn nachzuladen.

Dabei ist zu beachten, dass die Reichweite bei Minustemperaturen generell geringer ist als bei gemäßigter Witterung. Denn Kälte verlangsamt die elektrochemischen Prozesse in ihrem Inneren und lässt zudem den Innenwiderstand der Zellen steigen. Auch das Aufladen kann dadurch mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Sollten Unsicherheiten bleiben, lässt sich laut den Testern Strom sparen, indem unnötige Verbraucher wie Front-/Heckscheibenheizung, Scheibenwischer und Abblendlicht ausgeschaltet werden. Die Standbeleuchtung sollte aus Sicherheitsgründen angeschaltet bleiben. Außerdem kann die Innenraumtemperatur reduziert und auf Umluftbetrieb geschaltet werden. Eine Sitzheizung ist sparsamer und benötigt weniger Energie.

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