Volvo verdient mehr als je zuvor

Autor: Christoph Seyerlein

Für Volvo waren die ersten sechs Monate 2018 ein Rekordhalbjahr. Absatz, Umsatz und Gewinn sprudelten. Auch in Zukunft soll das so weitergehen, die Schweden verfolgen mittel- und langfristig ehrgeizige Ziele.

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Volvo rechnet für das Gesamtjahr 2018 mit neuen Rekorden.
Volvo rechnet für das Gesamtjahr 2018 mit neuen Rekorden.
(Bild: Volvo)

Volvo hat eine positive Halbjahresbilanz gezogen. Absatz, Umsatz und Betriebsergebnis gingen im Vergleich zum Vorjahr klar nach oben, wie der Hersteller am Donnerstag mitteilte. Vor allem der Gewinn sprudelt aktuell bei den Schweden: Im ersten Halbjahr 2018 verdiente Volvo 7,8 Milliarden schwedische Kronen (757,42 Millionen Euro), 15,7 Prozent mehr als noch vor Jahresfrist. Im zweiten Quartal erzielte der Hersteller mit 4,2 Milliarden Kronen (407,84 Millionen Euro) sogar den höchsten Quartalsgewinn in seiner Geschichte.

Auch beim Umsatz gab es neue Bestmarken, er stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 23,6 Prozent auf 122,9 Milliarden Kronen (11,93 Milliarden Euro). Dazu trug eine Absatzsteigerung von 14,4 Prozent auf 317.639 Einheiten maßgeblich bei. Auch dieser Wert ist ein neuer Rekord für Volvo. Die Umsatzrendite beträgt 2018 bislang 6,4 Prozent.

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Auch für das zweite Halbjahr ist Volvo-Chef Hakan Samuelsson optimistisch. „Ich erwarte 2018 ein weiteres Rekordabsatzjahr“, sagte er. Weitere Effekte erhofft er sich unter anderem von den erst in diesem Jahr vorgestellten neuen Modellen V60 und S60.

Außerdem wollen die Schweden den Wandel vom reinen Automobilhersteller zum Mobilitätsanbieter beschleunigen. Jedes zweite Fahrzeug will Volvo perspektivisch im Rahmen eines Abonnement-Services verkaufen. Auch ansonsten hat der Hersteller ambitionierte Ziele: Die Hälfte des weltweiten Absatzes soll auf längere Sicht auf reine Elektroautos entfallen, ein Drittel der Autos soll in absehbarer Zeit autonom unterwegs sein.

Hinter jenen Initiativen steckt bei Volvo das Ziel, den eigenen Kundenstamm zu verändern und bis Mitte des nächsten Jahrzehnts mehr als fünf Millionen direkte Kundenbeziehungen aufzubauen. Das wollen die Schweden dann wiederum dafür nutzen, um beispielsweise passgenaue vernetzte Dienste für Volvo-Fahrer zu entwickeln.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«