Volvo XC40 Recharge: Stromern auf Schwedisch

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Plug-in-Hybride hat Volvo bereits im Programm, unter anderem auch für den XC40. Jetzt bringen die Schweden für das gleiche Modell den ersten reinen Elektroantrieb der Marke. Technisch ist es allerdings mit einem schon bekannten Fahrzeug eng verwandt.

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Volvo bringt mit dem XC40 Recharge das erste Fahrzeug der Marke, das ausschließlich batterieelektrisch angetrieben wird.
Volvo bringt mit dem XC40 Recharge das erste Fahrzeug der Marke, das ausschließlich batterieelektrisch angetrieben wird.
(Bild: Volvo)

Jetzt geht es auch bei Volvo rein elektrisch zu: Die Schweden bringen mit dem XC40 Recharge P8 AWD das erste Fahrzeug der Marke, das ausschließlich batterieelektrisch angetrieben wird. Das von zwei E-Motoren mit zusammen 300 kW/408 PS angetriebene Mittelklasse-SUV hat einen 78 kWh großen Akku an Bord, der eine Reichweite von rund 400 Kilometern nach WLTP ermöglichen soll. Vom Brutto-Grundpreis in Höhe von zunächst knapp 62.000 Euro geht noch der Umweltbonus ab, der für Fahrzeuge dieser Preisklasse 7.975 Euro beträgt.

Den etwas kompliziert wirkenden Namen muss man wie folgt lesen: „XC40“ verweist auf das Modell an sich, welches auch mit Benzin- und Dieselmotoren sowie als Plug-in zu haben ist. „Recharge“ macht deutlich, dass es sich um eine Elektroversion handelt, den Begriff nutzt Volvo allerdings auch für Plug-in-Modelle. Das „P“ steht für „Pure“, also den reinen E-Antrieb, die „8“ bezeichnet traditionell die stärkste Motorisierung innerhalb einer Modellreihe und „AWD“ steht natürlich für den durch die je an der Vorder- und Hinterachse angebrachten E-Motoren realisierten Allradantrieb.

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Anders als die Namensgebung gestaltet sich das Fahren im E-Volvo so, wie wir es von einem E-Auto erwarten dürfen. In diesem Fall nur besonders sportlich. Immer arbeiten hier über 400 PS an beiden Achsen, wer will beschleunigt in weniger als 5 Sekunden auf Tempo 100. Auf der Landstraße fällt das Überholen der derzeit allfälligen landwirtschaftlichen Fahrzeuge so souverän und sicher aus, fast als wäre man in einem Supersportwagen unterwegs. Allerdings geht es nicht immer so weiter, denn Volvo regelt wie bei allen neuen Modellen auch den Stromer bei 180 km/h ab.

Anders als etwa VW bei den ID-Modellen bietet Volvo ein zuschaltbares sogenanntes One-Pedal-Drive an. Das heißt: Wenn man das „Gaspedal“ lupft setzt eine starke Bremsung ein, womit Energie in die Batterie rekuperiert und die normale Bremse geschont wird.

Allerdings bietet Volvo, nach eigener Aussage, um die Komplexität im Fahrzeug gering zu halten, keine unterschiedlichen Einstellungen an. Der Fahrer hat entweder eine sehr starke, in der Stadt manchen Fahrer wahrscheinlich sogar zu starke Bremsung oder er schaltet aus und hat dann gar keine.

Das hohe Leergewicht stört kaum

Trotzdem ist das One-Pedal-Drive ein Gewinn, es zu nutzen macht Spaß und zumindest ein wenig Energie fließt in die wie heute üblich platzsparend im Unterboden angebrachten Akkus zurück. Das aus der Größe der Akkus resultierende Leergewicht von knapp 2,2 Tonnen stört angesichts der Leistung der beiden E-Motoren kaum. Nur in zügiger gefahrenen Kurven schiebt das Gewicht naturgemäß trotz Allradantrieb etwas über die Vorderräder.

Der Recharge P8 ist kein XC40, der nur ein paar Akkus eingebaut bekam. Der gesamte Vorderbau wurde neu konstruiert und wie typisch für die Schweden extrem crashsicher gestaltet. Optisch unterscheidet sich der Stromer nur an der Front von den anderen Modellen: Diese ist geschlossen – denn sie benötigt natürlich keinen Kühler. Ein Anblick, an den man sich durchaus gewöhnen muss. Eine nette Besonderheit: Es gibt keinen Startknopf mehr, das Fahrzeug registriert vielmehr, ob der Fahrersitz besetzt ist. Dann genügt eine Bewegung des Wählhebels der Eingang-Automatik, um den Volvo in Bereitschaft zu versetzen.

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