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Volvos erster E-Müllwagen

Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

Volvo will 2019 einen Elektro-Lkw für den städtischen Lieferverkehr und für kommunale Einsätze auf den Markt bringen. Ein erster E-Müllwagen soll Ende des Jahres in Hamburg getestet werden.

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Den Volvo FE-Electric soll es auch mit einem Niederflur-Fahrerhaus geben – für leichteres Ein- und Aussteigen sowie bessere Sicht auf das Verkehrsgeschehen.
Den Volvo FE-Electric soll es auch mit einem Niederflur-Fahrerhaus geben – für leichteres Ein- und Aussteigen sowie bessere Sicht auf das Verkehrsgeschehen.
(Bild: Volvo Trucks)

Volvo hat in Hamburg einen elektrisch betriebenen Lkw für die Müllentsorgung vorgestellt. Der E-Müllwagen auf Basis eines Volvo FE und mit einem Aufbau der Firma Faun soll Ende des Jahres in Betrieb genommen werden. Eine europaweite Markteinführung des FE-Electric ist für 2019 geplant. Er soll dann in verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche Transportaufgaben erhältlich sein. Dazu gehört auch eine Variante mit Niederflurfahrerhaus.

Variable Batterien

Der E-Lkw hat ein Gesamtgewicht von bis zu 27 Tonnen und verfügt über zwei Elektromotoren. Deren maximale Leistung gibt Volvo mit 370 kW an, die Dauerleistung mit 260 kW. Das maximale Drehmoment der Motoren liegt bei 850 Nm, auf der Hinterachse sind es laut Hersteller 28 kNm. Gespeist werden die E-Motoren von Lithium-Ionen-Batterien mit einer Leistung je nach Ausführung von 200 bis 300 kWh. Die Reichweite des elektrischen FE ist mit bis zu 200 Kilometern angegeben. Das Laden erfolgt entweder über das Stromnetz oder über Schnelladestationen (CCS2). Die Zeit, bis leere 300-kWh-Akkus wieder voll aufgeladen sind, liegt laut Volvo – bei Ladung über das Stromnetz – bei etwa zehn Stunden. Lädt man über CCS2, dauert es circa 1,5 Stunden.

Ganzheitlicher E-Mobilitätsservice

Volvo sieht sich nicht nur als Hersteller elektrisch betriebener Nutzfahrzeuge. Jonas Odermalm, Product Line Vice President für den Volvo FL und Volvo FE bei Volvo Trucks, erklärt, es gehe um „ganzheitliche Lösungen für ein elektrifiziertes Transportwesen“. So wollen die Schweden über das Händler- und Werkstattnetz auch alles andere anbieten: von der Streckenanalyse bis hin zu Service, Finanzierung und Ladeinfrastruktur.

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