Ford Vorausschauende Wartung soll Ausfallzeiten verringern

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Mit dem Programm „Ford Liive“ will der Hersteller Gewerbekunden enger an die Marke binden. Das frühzeitige Erkennen von Wartungsbedarf und Teiletausch soll letztlich ermöglichen, dass ein Nutzfahrzeug quasi unterbrechungsfrei für den Einsatz bereitsteht.

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Das „Ford Liive“-Programm soll die Ausfallzeiten und Werkstattaufenhalte vernetzter Fahrzeugen der Transit-Klasse reduzieren.
Das „Ford Liive“-Programm soll die Ausfallzeiten und Werkstattaufenhalte vernetzter Fahrzeugen der Transit-Klasse reduzieren.
(Bild: Ford)

Die fortschreitende Vernetzung von Autos sorgt nicht nur für bessere Echtzeit-Stauprognosen oder einen schnelleren Informationsfluss bei Notfällen. In Zukunft soll sie Nutzern gewerblicher Fahrzeuge auch eine hohe Auslastung ihres Fuhrparks sowie weniger Ausfallzeiten ermöglichen. Das verspricht zumindest Ford für sein frisch ins Leben gerufenes Dienstleistungspaket „Ford Liive“, das zunächst exklusiv für die Vans der Transit-Familie schrittweise in europäische Märkte eingeführt werden soll.

Für Gewerbekunden sind Ausfallzeiten von Fahrzeugen schwierig. Mit Ford Liive will der Hersteller einen großen Schritt Richtung unterbrechungsfreier Betriebszeit machen.
Für Gewerbekunden sind Ausfallzeiten von Fahrzeugen schwierig. Mit Ford Liive will der Hersteller einen großen Schritt Richtung unterbrechungsfreier Betriebszeit machen.
(Bild: Ford)

„Wenn die Fahrzeuge in die Werkstatt müssen, gerät der Geschäftsbetrieb unserer Kunden ins Stocken. Und das wollen wir verhindern,“ erklärt Hans Schep, General Manager Commercial Vehicles bei Ford of Europe. Das kostenlose Dienstleistungspaket wird Nutzfahrzeugen von Ford zur Verfügung gestellt, die über das 2019 eingeführte „Ford Pass Connect“-Modem verfügen. Derzeit sind das in Europa rund 500.000 Autos. Bis Mitte kommenden Jahres soll sich ihre Zahl verdoppeln, so Ford. Von dem Service werden in Zukunft auch die Besitzer des vollelektrischen E-Transit profitieren, der Anfang 2022 auf den Markt rollen wird.

Ist die Technik an Bord und nimmt das Fahrzeug am Ford-Liive-Programm teil, stehen dem Autohersteller sowie dem zuständigen Händlernetzwerk Echtzeit-Fahrzeugdaten zur Verfügung, mit denen sich proaktiv Ausfälle vermeiden oder Ausfallzeiten verkürzen lassen. Ford sagt einen Rückgang der Ausfallzeiten um bis zu 60 Prozent voraus. „Das System“, so Schep, „stellt einen Schritt in Richtung einer unterbrechungsfreien Betriebszeit dar.“ Es wird nun nach und nach in den wichtigsten europäischen Märkten eingeführt.

Programm fußt auf drei Bausteinen

Das Liive-Programm bezeichnet das Unternehmen als 360-Grad-Ansatz, der auf drei Bausteinen fußt. Der erste heißt Smart Maintenance. Hier stehen die Echtzeitdaten der Fahrzeuge und ihre Analyse im Mittelpunkt. Deuten sich Probleme an, die potenziell zu Ausfallzeiten führen, wird der Nutzer alarmiert. Ob beim Füllstand von Adblue, dem Reifenluftdruck oder dem Zustand von Verschleißteilen – deutet sich Handlungsbedarf an, sorgt ein entsprechender Informationsaustausch für Abhilfe. Allein mit dieser voraussehenden Wartungsanalyse sollen sich Ausfallzeiten um 30 Prozent reduzieren.

Der zweite Baustein heißt Service Pro, der auf Daten des Diagnosesystems der letzten 60 Tage zurückgreift. Mit diesen Informationen kann etwa der zuständige Ford-Händler einen Service vorbereiten, die Teilebestellung straffer organisieren und gegebenenfalls auch Ersatz im Expressmodus ordern. Der Besitzer kann zudem in Echtzeit über seine entsprechende App oder sein Fuhrparkmanagementsystem einsehen, wie die Arbeiten rund ums Fahrzeug voranschreiten.

Dritter Baustein sind die sogenannten Ford-Liive-Zentren, von denen es zunächst drei in Köln und Valencia sowie in der Nähe von London geben wird. Die dortigen Teams sollen Händler dabei unterstützen, eine bestmögliche Lösung zu finden, die bei komplizierteren Fällen zu einer schnelleren Reparatur und damit Verfügbarkeit des Firmenfahrzeugs führen soll.

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