VW: „Ab sofort denken wir vom Kunden her“

Autor / Redakteur: Das Gespräch führten Wolfgang Michel und Christoph Seyerlein / Christoph Seyerlein

Der neue Deutschlandchef Holger Santel will den VW-Handel digital fit machen. Dabei setzt er auf seine Erfahrungen aus sechs Jahren China. Was die Händler hierzulande nun erwartet.

Holger Santel ist seit November 2018 VW-Deutschlandchef.
Holger Santel ist seit November 2018 VW-Deutschlandchef.
(Bild: Seyerlein)

Redaktion: Das „Inkrafttreten“ der neuen Händlerverträge rückt immer näher, dennoch klagen viele Händler darüber, gerade die finanziellen Auswirkungen nicht abschätzen zu können. Was tun Sie, um Ruhe ins Netz zu bekommen?

Holger Santel: Ich glaube, dass wir aktuell wieder eine gute Position gefunden haben. Unsere Händler haben im letzten Jahr im Durchschnitt eine Umsatzrendite von 1,4 Prozent erzielt. 2017 waren es noch 0,9 Prozent. Das heißt: Die Ertragssituation des Handels hat sich 2018 spürbar verbessert. Im neuen Händlervertrag haben wir zudem mehrere Themen vereinbart, bei denen wir unseren Partnern mit reduzierten Vorgaben entgegen kommen werden. Zum Teil wird das auch zu geringeren Investitionen führen. Dadurch sollte sich die Rentabilität im Handel weiter verbessern.

Wie viele VW-Händler bleiben nach dem 1. April 2020 übrig?

Das Händler- und Servicenetz der Marke Volkswagen in Deutschland ist historisch bedingt dichter als in anderen Märkten. Die notwendige Konsolidierung des Netzes läuft bereits seit Jahren und wird konsequent fortgesetzt. Volkswagen wird seinen Kunden auch in Zukunft ein dichtes und kundennahes Händler- und Servicepartnernetz in Deutschland bieten. Zurzeit haben wir 997 Partner, darüber hinaus gibt es 968 Serviceverträge.