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VW bekommt Schwäche des chinesischen Markts zu spüren

| Autor: Christoph Seyerlein

Schwächelt China, schwächelt VW: Dieser Zusammenhang zeigte sich wieder einmal im Februar. Allerdings konnten die Wolfsburger die Flaute im Reich der Mitte im zurückliegenden Monat durch gute Geschäfte in anderen Märkten fast kompensieren.

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VW peilt in diesem Jahr einen Absatz mindestens auf 2018er-Niveau an.
VW peilt in diesem Jahr einen Absatz mindestens auf 2018er-Niveau an.
(Bild: Seyerlein / »kfz-betrieb«)

VW Pkw hat im Februar ein Auslieferungsminus hinnehmen müssen. Wie der Hersteller am Mittwoch mitteilte, bedeuteten 398.100 Einheiten einen Rückgang von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ausschlaggebend dafür war die derzeitige Schwäche des chinesischen Marktes, von dem VW stark abhängig ist: Dort setzte es für das Fabrikat ein Minus von 8,8 Prozent. Im Gesamtjahr haben die Wolfsburger nach zwei Monaten damit 913.700 Neuwagen abgesetzt (-2,9 %).

Volkswagen-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann sprach dennoch von einem soliden Jahresstart. „Die Marke entwickelt sich besser als der Gesamtmarkt, und wir gewinnen weiter Marktanteile. Das ist erfreulicherweise auch in China der Fall“, sagte er. Dennoch musste auch Stackmann eingestehen, dass China „der größte Unsicherheitsfaktor“ für das VW-Geschäft sei.

Mit Blick auf „gut gefüllte Auftragsbücher und die kommenden neuen Modelle“ zeigte sich der Manager aber zuversichtlich, das Absatzergebnis des vergangenen Jahres von 6.244.900 Auslieferungen mindestens wiederholen zu können. Stackmann betonte zum wiederholten Male, dass VW mehr Autos verkaufen könnte, wenn die Marke mehr Benziner verfügbar hätte. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einem Ausbau der Kapazitäten“, beteuerte der Vertriebsvorstand.

Brasilien boomt

Neben China (172.500 Einheiten, -8,8 %) schwächelte aus VW-Sicht im Februar auch der US-Markt. Dort lieferte die Marke 25.700 Fahrzeuge aus (-3,6 %). Dagegen konnte das Fabrikat in Europa (130.900, +1,8 %) zulegen. Wichtiger Treiber dabei war das Geschäft in Deutschland. Hierzulande wuchs die Marke mit 42.300 Einheiten um 3,4 Prozent.

Große Boom-Region für VW ist derzeit Südamerika. Alleine in Brasilien gelang es dem Fabrikat, den Absatz im Februar im Vergleich zum Vorjahr mit 24.200 Auslieferungen um 143,3 Prozent nach oben zu katapultieren.

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