VW, BMW und Daimler steigern US-Verkäufe kräftig

Markt gewinnt nach schwachem ersten Halbjahr an Fahrt

| Autor: dpa

VW-Schauraum an der 11th Avenue in New York.
VW-Schauraum an der 11th Avenue in New York. (Bild: Josh Wong/Guest of a Guest)

Die deutschen Autobauer Volkswagen (VW), BMW und Daimler haben im August starke Absatzanstiege auf dem wichtigen US-Markt erzielt. Der anhaltende SUV-Boom und die rabattträchtige Verkaufsschlacht rund um das „Labor Day“-Feiertagswochenende spielten der Branche in die Karten. Auch andere Hersteller konnten im vergangenen Monat kräftig zulegen.

Die starke Nachfrage nach SUVs hält Volkswagen in den USA weiter in der Erfolgsspur: Im August kletterte der Absatz im Jahresvergleich um 9,8 Prozent auf 35.412 Autos mit VW-Logo, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Auch im bisherigen Jahresverlauf ergibt sich ein deutliches Verkaufsplus von 6,6 Prozent.

VW könnte Niveau von vor dem Abgasskandal erreichen

Sollte der Aufwärtstrend anhalten, dürfte VW 2019 erstmals wieder mehr Fahrzeuge bei der US-Kundschaft loswerden als 2014. Das war das letzte volle Jahr, bevor der Abgasskandal den US-Absatz des deutschen Autoriesen hatte einbrechen lassen. Boden gut machte VW zuletzt besonders dank der gefragten SUV Atlas und Tiguan. Die Konzerntochter Audi erhöhte den US-Absatz im August um 3 Prozent auf 21.531 Autos.

Für Daimler lief es im vergangenen Monat sogar noch besser in den USA. Die Mercedes-Benz-Verkäufe stiegen im Jahresvergleich um 21,8 Prozent auf 24.771 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am US-Sitz in Atlanta mitteilte. Inklusive der Marken Vans und Smart ergab sich ein Absatzanstieg von 24,9 Prozent. Dennoch liegt die bisherige Jahresbilanz des Konzerns noch mit knapp einem Prozent im Minus.

Florierende SUV-Verkäufe bescherten im August auch Daimlers deutschem Oberklasse-Rivalen BMW ein deutliches Absatzplus auf dem US-Markt. Im vergangenen Monat legte die Stammmarke verglichen mit dem Vorjahreswert um 7,2 Prozent auf 25.505 Neuwagen zu, wie das Unternehmen in Woodcliff Lake mitteilte. Seit Jahresbeginn hat BMW die Verkäufe in den USA bislang um 2,9 Prozent erhöht.

Ein Verkaufstag mehr

Insgesamt scheint der US-Automarkt nach einem schwachen ersten Halbjahr zuletzt wieder etwas an Fahrt gewonnen zu haben. So konnten die asiatischen Schwergewichte Honda, Nissan, Hyundai und Toyota im August allesamt zweistellige Absatzzuwächse verbuchen. Allerdings hatte der Monat auch einen Verkaufstag mehr als im Vorjahr. Zudem fiel diesmal das verlängerte „Labor Day“-Wochenende in die Statistik, an dem die Branche traditionell mit Sonderangeboten lockt.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 46119220 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Toyota: „Ein relevanter Player“

Toyota: „Ein relevanter Player“

Die japanische Marke gibt im Nutzfahrzeuggeschäft Gas. Flottenchef Mario Köhler erklärt, warum der Hersteller eine eigene Nutzfahrzeugmarke ins Leben ruft und im Handel spezialisierte Light-Vehicle-Center installieren will. lesen

Nutzfahrzeugfinanzierung: Den Bedarf genau kennen

Nutzfahrzeugfinanzierung: Den Bedarf genau kennen

Transporterleasing ist nicht gleich Transporterleasing, weiß Christian Schüßler, Commercial Director von Arval Deutschland. Es braucht individuelle Angebote, um die Nutzfahrzeugkunden zu erreichen. lesen