VW: Bremskraftverstärker beim Polo löst Rückruf aus

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

25.500 Kleinwagen sind weltweit betroffen, jeder sechste muss in eine deutsche Vertragswerkstatt. Bei einer 60 bis 150 Minuten dauernden Reparatur wird der Bremskraftverstärker wieder fit gemacht.

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VW ruft in Deutschland etwa 4.100 Polos in die Werkstätten.
VW ruft in Deutschland etwa 4.100 Polos in die Werkstätten.
(Bild: VW)

VW ruft aktuell knapp 25.500 Exemplare vom Typ Polo zurück, davon etwa 4.100 in Deutschland. „Durch ein fehlerhaftes Rückschlagventil der Vakuumleitung kann es zu Ölverunreinigungen des Bremskraftverstärkers und in der Folge zu Beeinträchtigungen der Bremskraftverstärkung kommen“, meldet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). „Dadurch muss der Fahrer erheblich mehr Kraft am Bremspedal aufbringen, um die gewünschte Verzögerung des Fahrzeugs zu erreichen. Die gesetzlichen Anforderungen werden jedoch weiterhin erfüllt", betonte ein Konzernsprecher auf Anfrage.

Das Problem betrifft dem Halteranschreiben zufolge nur Fahrzeuge mit dem Einliter-Benziner (59 kW/80 PS, Motorkennung „DSGB“). Sie stammen aus dem Bauzeitraum 22. September 2019 bis 6. Februar 2020. Die Vertragswerkstätten ersetzen laut dem Sprecher das an der Ölpumpe befindliche Flatterventil der Unterdruckleitung durch ein federbelastetes Ventil. Weitere Unterdruckleitungen sowie der Bremskraftverstärker werden geprüft und gegebenenfalls ersetzt.

Der Rückruf mit dem internen Code „47P7“ ist im besten Fall in einer Stunde erledigt. Die Reparatur kann aber auch bis zu 2,5 Stunden in Anspruch nehmen.

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Freier Journalist