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VW-Chef Diess sieht ausreichende Förderung durch Kaufprämien

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

In der Anlaufphase und im Lockdown waren staatliche Kaufprämien für die Automobilbranche sehr hilfreich, ist sich VW-Chef Herbert Diess sicher. Nun müsse es aber auch wieder gut sein mit der staatlichen Intervention.

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Will weg von staatlichen Verkaufshilfen: Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess.
Will weg von staatlichen Verkaufshilfen: Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess hält eine neue Kaufprämie für Autos derzeit nicht für nötig. „Falls wir uns nicht einem zweiten Lockdown oder einem weiteren Konjunkturabschwung gegenübersehen, würde ich argumentieren, dass es keine neue Kaufprämie braucht“, sagte Diess der Zeitung „Financial Times“ (Dienstag). „Es gab eine ganze Reihe von Anreizen da draußen für Elektroautos und Plug-in-Hybride in Deutschland und quer durch Europa, und es hat funktioniert“, sagte er.

Diess hatte sich zu Beginn der Pandemie lautstark für staatliche Kaufprämien eingesetzt. Gegen weitere Zuschüsse hatte sich zuletzt auch Daimler-Chef Ola Källenius ausgesprochen.

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Zuletzt hat die deutsche Autoindustrie im dritten Quartal wieder ordentliche Verkaufszahlen vorgelegt. Bei Daimler und BMW gab es dank eines starken Wachstums in China sogar einen Anstieg, der VW-Konzern selbst lag im Vorjahresvergleich nur noch leicht im Minus.

In mehreren europäischen Ländern fördern Regierungen und Industrie den Autoabsatz mit Kaufprämien oder Steuererleichterungen. In Deutschland werden Elektroautos und Mischantriebe stärker bezuschusst, zudem wurde die Mehrwertsteuer zeitlich begrenzt abgesenkt. Die Zwischenbilanz für den Automarkt in der EU ist nach den ersten neun Monaten mit einem Rückgang der Neuzulassungen um fast 29 Prozent aber immer noch tiefrot.

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