VW Cross Blue Coupé: Blick in die SUV-Zukunft

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

VW baut sein SUV-Programm weiter aus. Einer der Serienkandidaten feiert nun als Studie auf der Shanghai Autoshow seine offizielle Premiere.

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Blick in die SUV-Zukunft: Mit dem Cross Blue Coupé Concept gibt VW auf der Shanghai Autoshow einen Ausblick auf sein kommendes SUV-Portfolio.
Blick in die SUV-Zukunft: Mit dem Cross Blue Coupé Concept gibt VW auf der Shanghai Autoshow einen Ausblick auf sein kommendes SUV-Portfolio.
(Foto: VW)

Mit einer weiteren Studie gibt VW einen Ausblick auf sein kommendes SUV-Portfolio. Auf der Autoshow Shanghai (21. bis 29. April) feiert nun das Cross Blue Coupé Concept Premiere. Neben dem coupéhaften Kleid ist dabei der Antrieb das Highlight.

Das aktuelle Konzeptfahrzeug ist bereits das dritte, mit dem VW die Neugier auf seine künftige SUV-Flotte wecken will. Bereits 2011 in Tokio gab es das schnittige SUV Cross Coupé als Ausblick auf den Tiguan zu sehen. Und bei der vergangenen Detroit Auto Show stand mit dem Cross Blue Concept ein Ausblick auf ein Mittelklasse-SUV auf dem Programm, das vor allem als Familienauto für US-Kunden gedacht ist.

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Dynamisches SUV-Coupé

In Shanghai wird der kastenförmige Familientransporter nun zum dynamischen SUV-Coupé mit abfallendem Dach und aggressiverer Kühler-Mimik. Obwohl das Cross Blue Coupé sich die Technik mit den Kompaktmodellen Golf und Tiguan teilt, positioniert er sich eine Klasse höher. Mit 4,89 Metern überragt das Konzeptfahrzeug sogar das aktuelle SUV-Flaggschiff Touareg deutlich.

Neu an der Shanghai-Studie ist vor allem der Antrieb. Sorgte bei den Vorgänger-Showcars meist ein Diesel-Hybrid für Vortrieb, ist es nun ein Benzin-Elektro-Hybrid mit Plug-in-Funktion. Dabei arbeitet ein V6-Turbo mit zwei E-Motoren zusammen. Einer davon sitzt im Getriebegehäuse, der andere an der Hinterachse. Die Systemleistung liegt bei 305 kW/415 PS, die über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe bei Bedarf auf alle vier Räder wirken.

„Elektrische“ Kardanwelle

Besonderheit der Antriebstechnik ist die sogenannte „elektrische Kardanwelle“, die einen Allradantrieb auch bei leeren Batterien ermöglicht. In diesem Fall nämlich fungiert der vom Benziner angetriebene vordere E-Motor als Generator, der den hinteren E-Motor mit Strom versorgt. In der Regel allerdings übernehmen E- und Verbrennungsmotoren gemeinsam den Antrieb, wobei die Bordelektronik möglichst oft auf rein elektrischen Vortrieb umschaltet. Dieser kann auch dauerhaft aktiviert werden, die Reichweite beträgt bis zu 33 Kilometer. Der benötigte Strom kommt aus einem Lithium-Ionen-Akku im Mitteltunnel, der an der Steckdose aufgeladen werden kann. Alternativ lässt sich auch der Benzinmotor als Generator zur Stromerzeugung nutzen.

Während der neue Tiguan 2014 auf den Markt kommt, werden die anderen SUV voraussichtlich noch ein weiteres Jahr auf sich warten lassen und zunächst wohl nur konventionelle Motoren erhalten. Sowohl das Familien-SUV als auch sein coupéhafter Luxus-Ableger werden eine eigenständige Modellbezeichnung tragen und sich zwischen Tiguan und dem Oberklasse-SUV Touareg positionieren.

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