VW-Deutschlandchef erwartet Aufschwung im Juli

Hersteller will in Diskussion um fixen Bonus „flexibel reagieren“

| Autor: Christoph Seyerlein

„Die Kunden wollen Mobilität“, sagt VW-Deutschlandchef Holger B. Santel.
„Die Kunden wollen Mobilität“, sagt VW-Deutschlandchef Holger B. Santel. (Bild: Volkswagen)

Mehrere VW-Partner hatten in Gesprächen mit »kfz-betrieb« ihren Frust über das nach wie vor äußerst schwierige Geschäft im Neuwagenverkauf zum Ausdruck gebracht. Volkswagen hat auf die Situation mit mehreren Maßnahmen reagiert: Zum Einen lockt der Hersteller Kunden mit einer „geschenkten“ Mehrwertsteuer auf alle Neuwagen außer VW E-Up und ID 3. Zum anderen räumen die Wolfsburger ihren Partnern auch im dritten Quartal die Möglichkeit ein, die Bonus-Vergütung fixieren zu lassen, um nicht von derzeit kaum erreichbaren variablen Anteilen zusätzlich belastet zu sein.

Letztere Option wünschen sich viele Händler auch für den Rest des laufenden Jahres. Klaus Philipp, Geschäftsführer von Auto Kölbl in Unterschleißheim, sagte: „Unser Geschäft ist weiterhin kaum planbar. Wir brauchen eine fixe Marge und bräuchten die Zusage auch für das vierte Quartal. Dann könnten wir endlich einmal in Ruhe arbeiten.“ Darauf angesprochen sagte VW-Deutschlandchef Holger B. Santel: „Wir sind in enger Abstimmung mit dem Verband und werden für Q4 flexibel – den Marktgegebenheiten entsprechend – reagieren.“

Zur Problematik mit dem brachliegenden Neuwagen-Absatz erklärte Santel: „Ich bin optimistisch, dass sowohl unsere Mehrwertsteuer-Aktion für Neuwagen als auch die ab dem 1. Juli greifenden staatlichen Förderungen einen deutlich positiven Effekt auf das Konsumklima haben werden.“

„Sehen eine hohe Nachfrage bei jungen Gebrauchtwagen“

Eine Besserung im Vergleich zu den Corona-Lockdown-Monaten sei bereits in einem anderen Bereich eingetreten: „Wir sehen eine hohe Nachfrage bei jungen Gebrauchtwagen“, sagte Santel. Das bestätigten auch mehrere VW-Händler gegenüber »kfz-betrieb«. Der Deutschland-Chef zieht daraus folgenden Schluss: „Die Kunden wollen Mobilität.“

VW-Händler klagen über „totes Neuwagengeschäft“ – Hersteller reagiert

VW-Händler klagen über „totes Neuwagengeschäft“ – Hersteller reagiert

25.06.20 - Die Lage im Neuwagengeschäft bleibt mehreren VW-Partnern zufolge verheerend. Der Hersteller räumt den Händlern nun auch im dritten Quartal die Möglichkeit ein, den Bonus fixieren zu lassen. Doch der Handel hätte gerne Gewissheit für das gesamte Jahr – aus mehreren Gründen. lesen

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46672822 / Neuwagen)

Plus-Fachartikel

Eventmarketing: Corona-Rock statt Blues

Eventmarketing: Corona-Rock statt Blues

Sind Veranstaltungen passé, bis es einen Corona-Impfstoff gibt? Nein, es bedarf nur kreativer Konzepte. Das digitale Wohnzimmerkonzert des Autohauses Büdenbender und das Pop-up-Autokino des Ford-Stores Kreissl sind dafür beispielhaft. lesen

Umsatzsteuer: Neue Steuersätze

Umsatzsteuer: Neue Steuersätze

Ein Weg aus der Coronakrise führt nach Vorstellungen des Gesetzgebers über Mehrwertsteuerentlastungen. Aus diesem Grund wird der allgemeine Steuersatz ab dem 1.7.2020 vorübergehend abgesenkt. Das betrifft die Autohäuser unmittelbar. lesen