VW-Entwicklungschef: Stickoxid-Problem mit neuen Motoren gelöst

„Wir werden den Diesel noch viele Jahre haben“

| Autor: dpa

Ulrich Eichhorn (54) steuert den Konzernbereich Forschung und Entwicklung in Wolfsburg.
Ulrich Eichhorn (54) steuert den Konzernbereich Forschung und Entwicklung in Wolfsburg. (Foto: VW)

Die neuesten Diesel-Motoren sind aus Sicht von VW-Entwicklungschef Ulrich Eichhorn sauber. „Das Problem Stickoxid haben wir mit den neuen Motoren gelöst“, sagte Eichhorn der Deutschen Presse-Agentur. „Damit werden die künftigen Grenzwerte auch auf der Straße erfüllt.“

„Die Probleme, die es beim Verbrennungsmotor noch gab, was Umwelt und Schadstoffe betrifft, waren Stickoxide und Feinstaub“, sagte Eichhorn weiter. Das Problem Stickoxid sei gelöst. „Feinstaub ist nur noch bei Otto-Direkteinspritzern ein Thema, und zwar ein kleines, weil es hierbei nur um zwei Prozent Anteil an der gesamten Feinstaubbelastung geht. Beim modernen Diesel ist Feinstaub dank Rußpartikelfiltern kein Thema mehr. Bei den Otto-Motoren führen wir den Partikelfilter in den kommenden zwei Jahren flächendeckend ein.“

Einen baldigen Abschied vom Diesel gibt es aus Sicht Eichhorns nicht – im Gegenteil: „Wir werden noch sehr lange den Verbrennungsmotor und dadurch auch den Diesel haben. Das wird noch viele Jahre dauern.“ VW gebe in den nächsten Jahren jeweils etwa zehn Milliarden Euro für die Entwicklung der E-Mobilität aus und zehn Milliarden für Verbrennungsmotoren. „Da gibt es noch erhebliches Optimierungspotenzial, zum Beispiel durch 'Downsizing' der Motoren oder die Weiterentwicklung des Getriebes.“

Die Elektromobilität werde entweder die oder eine Antriebstechnologie der Zukunft sein. VW hatte bereits angekündigt, dass im Jahr 2025 rund ein Viertel des weltweiten Volumens mit batterieelektrischen Fahrzeugen erzielt werden soll. Dazu kommen noch Hybridautos.

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