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VW eröffnet Bulli-Werkstatt

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Am 9. März eröffnete in Hannover-Limmer offiziell die „Bulli-Werkstatt“. Dank ihr kann Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer ab sofort auch Werksrestaurierungen anbieten. Zeitgleich feierte der US-Dokumentarfilm „The Bus“ Europapremiere.

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Eröffnete mit viel Tamtam: die „Bulli-Werkstatt“ von Volkswagen Nutzfahrzeuge.
Eröffnete mit viel Tamtam: die „Bulli-Werkstatt“ von Volkswagen Nutzfahrzeuge.
(Foto: Dominsky)

Im Jahr 2007 entstanden, hat das Team von Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer sein Engagement im Klassikbereich sukzessive ausgebaut. So hat die Truppe rund um Harald Schomburg, Mitglied des Markenvorstandes von Volkswagen Nutzfahrzeuge und zuständig für Vertrieb und Marketing, mittlerweile rund 100 Fahrzeuge in Form einer hauseigenen Sammlung zusammengetragen und restauriert. Sie stammen aus Beständen des Konzerns, einige von ihnen wurden aber auch zugekauft. Die gewachsene Kompetenz des aktuell 13 Mann starken Teams einerseits und der gestiegene Restaurierungs- bzw. Fahrzeugbedarf andererseits führten dazu, dass man jetzt auch die Restaurierung historischer Volkswagen Nutzfahrzeuge ab Werk für externe Kunden anbietet.

Auf rund 7.000 Quadratmetern hat man in Hannover-Limmer deshalb nicht nur historische Kostbarkeiten aus rund einem halben Jahrhundert untergebracht. In dem ehemaligen Lager bzw. Speditionsgebäude entstand auch die „Bulli-Werkstatt“. Sie umfasst neben einem Maschinenpark demnächst auch eine eigene Lackiererei. Technikhistoriker und Eventplaner ergänzen die Mechanikermannschaft bei Teil- oder Vollrestaurierungen bzw. Service- und Wartungsarbeiten. Künftige Kunden erhalten im Rahmen eines Restaurierungsauftrags ein individuelles Angebot inklusive Zertifikat und ausführlicher Dokumentation. Benötigte Ersatzteile bezieht die Bulli-Werkstatt zum Teil aus Original-VW-Beständen bzw. von Volkswagen Classic Parts.

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Bulli-Film feierte Europapremiere

Zur feierlichen Eröffnung der Bulliwerkstatt am 29. März waren in die Lagerstraße 2 in Hannover zahlreiche geladene Gäste und Medienvertreter erschienen. Sie konnten sich selbst ein Bild von der umfangreichen Fahrzeugsammlung und von den Räumlichkeiten der Bulli-Werkstatt machen. An den jeweiligen Stationen, die die einzelnen Schritte einer Fahrzeugrestaurierung abbilden, standen die Mitglieder des Bulli-Werkstattteams den Fragen der Gäste Rede und Antwort. Für die passende literarisch-musikalische Untermalung an dem Abend sorgte der Autor Christoph Geisselhart zusammen mit dem Musiker Fernando Bernhardt,. Er las aus seinem Buch „Maximum Rock“ vor, einer Hommage an die englische Rockband „The Who“ – ihr Stück „The magic bus“ dient etlichen in der Bulli-Szene als Hymne.

Als cineastischer Höhepunkt fungierte die Vorstellung des neuen US-Dokumentarfilms „The Bus“ von Regisseur Damon Ristau. In dem einstündigen Film erzählt er die Geschichten von Bullis und ihren Fans. Vor allem die Amerikaner liebten den „Splitscreen“ (den Bus der ersten Generation mit den geteilten Scheiben) und den „Camper“. Amerikaner wie der Musiker Dave Manning, der seinen motorisierten Weggefährten so ins Herz geschlossen hat, dass er sogar einen Song über ihn schrieb: „Vincent rolls“ heißt das Stück. Volkswagen hatte Manning zusammen mit den Machern und weiteren Darstellern des Bulli-Films eigens zur Eröffnungsveranstaltung eingeflogen.

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