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VW erwartet das „schwierigste Jahr aller Zeiten“

| Autor: Christoph Seyerlein

Auch wenn es finanziell schon länger wieder rosig aussieht, fordert die selbst verursachte Diesel-Affäre Volkswagen weiter viel ab. Gerade Rechtsvorständin Hiltrud Werner erwartet mit Blick auf zahlreiche Verfahren ein hartes Jahr 2019.

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Hiltrud Werner verantwortet bei Volkswagen die Rechtsthemen.
Hiltrud Werner verantwortet bei Volkswagen die Rechtsthemen.
(Bild: Volkswagen)

Hiltrud Werner hat bei Volkswagen keinen einfachen Job. Als Rechtsvorständin trägt sie unter anderem die Verantwortung, den Autokonzern durch die gegen ihn laufenden Verfahren wegen der Diesel-Affäre zu steuern. Auch im kommenden Jahr werden dazu noch zahlreiche Klagen verhandelt werden. Entsprechend uneuphorisch blickt Werner 2019 entgegen: „Das wird das schwierigste Jahr aller Zeiten“, sagte sie in einem Interview mit der „Financial Times“.

Dabei geht es Werner weniger um die Höhe möglicher Strafzahlungen, sondern vielmehr um die Komplexität der einzelnen Prozesse. „Das ermüdet unsere Arbeitskraft“, so die Managerin. Aktuell laufen wegen des Diesel-Betrugs noch Verfahren in rund 50 Ländern gegen Volkswagen. Bislang musste der Konzern insgesamt etwa 28 Milliarden Euro an Strafen zahlen.

In Großbritannien bereiten Anwälte derzeit eine Sammelklage vor, der sich weltweit betroffene Kunden anschließen können sollen. In Deutschland gibt es seit Kurzem die Möglichkeit zur Musterfeststellungsklage, einem der Sammelklage ähnlichen Instrument. Hierzulande haben sich bereits zehntausende Kunden daran beteiligt. Auch deshalb mahnt Werner: „VW wird nicht binnen einer Woche aus den schlechten Nachrichten herauskommen.“

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