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VW-Ford-Allianz: Erst Nutzfahrzeuge, dann Zukunftsthemen

Autor / Redakteur: dpa/cs / Christoph Seyerlein

Ford-Chef Jim Hackett und Volkswagen-Boss Herbert Diess haben die schon länger geplante Allianz der Hersteller am Dienstag besiegelt. Zunächst konzentriert sich die Zusammenarbeit auf leichte Nutzfahrzeuge. Doch das soll nicht das Ende vom Lied sein.

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Ford-Chef Jim Hackett (li.) und sein Volkswagen-Pendant Herbert Diess haben die Allianz der beiden Hersteller am Dienstag besiegelt.
Ford-Chef Jim Hackett (li.) und sein Volkswagen-Pendant Herbert Diess haben die Allianz der beiden Hersteller am Dienstag besiegelt.
(Bild: Volkswagen AG)

Die globale Allianz zwischen Volkswagen und Ford bleibt zunächst auf die Sparte der leichten Nutzfahrzeuge beschränkt. Erster konkreter Schritt der Zusammenarbeit sei die geplante Entwicklung von Transportern und mittelgroßen Pick-ups ab 2022, bestätigten Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess und Ford-Chef Jim Hackett am Dienstag in Detroit.

Beide erwarten den Angaben zufolge ab 2023 operative Ergebnisverbesserungen. Eine Kapitalverflechtung der beiden Unternehmen sei nicht vorgesehen. Gesteuert wird die Allianz über ein gemeinsames Gremium aus Führungskräften beider Hersteller unter der Leitung von Hackett und Diess.

Zu einem späteren Zeitpunkt streben VW und Ford auch eine Zusammenarbeit bei Elektromobilität, autonomen Autos und Mobilitätsdiensten an. Dazu unterzeichneten beide Seiten eine Absichtserklärung.

Hackett sagte am Dienstag: „Die Zusammenarbeit wird nicht nur zu einer signifikanten Steigerung der Effizienz führen und die Voraussetzungen beider Unternehmen zur Bewältigung der künftigen Herausforderungen verbessern. Sie wird es uns darüber hinaus ermöglichen, die neue Ära der Mobilität mit zu prägen.“ Für Volkswagen-Chef Diess ist die Allianz „ein wichtiger Eckpfeiler, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.“

Volumenstärkste Allianz bei leichten Nutzfahrzeugen

Bereits am Freitag hatte der Volkswagen-Aufsichtsrat einer grundsätzlichen Einigung über die geplante Kooperation zugestimmt. Ziel der Kooperation beim Bau leichter Nutzfahrzeuge ist es, Kosten zu sparen. Nach Einschätzung von Diess sind beide Hersteller in dem Segment jeweils zu klein, um eine weltweite Rolle spielen zu können. Zusammen könnten die Autobauer Ausgaben für Forschung und Entwicklung teilen, auch könnten die Werke besser ausgelastet werden.

Zusammen haben beide Unternehmen 2018 insgesamt rund 1,2 Millionen leichte Nutzfahrzeuge weltweit abgesetzt. Damit wäre die Allianz laut VW die branchenweit volumenstärkste Zusammenarbeit in dem Segment. In den kommenden fünf Jahren werde Nachfrage nach mittelgroßen Pick-ups und Transportern weltweit steigen.

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