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VW fordert: Autohäuser öffnen, zusätzliche Öko-Kaufprämie einführen

| Autor: Christoph Seyerlein

Die Autobranche plant den Ausstieg aus dem Corona-Lockdown. Auch bei Volkswagen bereitet man sich vor. Die Wolfsburger hatten nicht zuletzt auf Unterstützung von der Politik gehofft, um die Volkswirtschaft wieder anzukurbeln.

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Volkswagen macht sich für zusätzliche Kaufanreize für Autos mit guter CO2-Bilanz stark.
Volkswagen macht sich für zusätzliche Kaufanreize für Autos mit guter CO2-Bilanz stark.
(Bild: Volkswagen)

Die Rufe der Autoindustrie, den Markt infolge der Corona-Krise mit politischen Maßnahmen anzukurbeln, nehmen zu. Zuletzt hatten bereits verschiedene Industrievertreter Kaufprämien für Neuwagen gefordert. Wie der „Spiegel“ berichtet, legt Volkswagen nun noch ein wenig nach.

Die Wolfsburger favorisieren demnach, eine Kaufprämie nach CO2-Ausstoß staffeln zu lassen. Je weniger Schadstoffe der Neuwagen ausstößt, desto höher solle der Zuschuss ausfallen. Jene Förderung bei gleichzeitiger Verschrottung der alten Kunden-Fahrzeuge wünscht sich der Konzern dem Bericht zufolge zusätzlich zum Umweltbonus, über den der Staat und die Hersteller bereits den Kauf elektrifizierter Autos subventionieren. Zudem spricht sich Volkswagen für eine baldige Wiedereröffnung der Verkaufsräume in den Autohäusern aus.

„Um die Volkswirtschaft wieder in Schwung zu bekommen, werden auf breiter Front Impulse der Politik notwendig sein“, zitiert der Spiegel den Autobauer. „Ein Teil davon betrifft den Automobilmarkt.“ Laut Volkswagen sind auf Deutschlands Straßen noch etwa fünf Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 3 oder noch älter unterwegs. Jene Autos könnte man aus Sicht der Wolfsburger mithilfe einer Abwrackprämie wohl leichter aus dem Markt bekommen.

VW-Management mit uneinheitlichen Aussagen

Das Management von Volkswagen war zuletzt mit uneinheitlichen Aussagen über die eigene Vertriebssituation aufgefallen. Konzernchef Herbert Diess hatte davon gesprochen, dass VW kaum noch Autos loswerde, wohingegen VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann positive Signale aus dem Online-Handel wahrgenommen hatte.

Die Neuzulassungen der Kernmarke VW Pkw waren im März im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland um 35,1 Prozent eingebrochen. Noch härter hatte es die Konzernmarken Skoda (-40,5 %) und Audi (-36,5 %) getroffen. Auch Seat (-27,3 %) und Porsche hatten deutliche Absatzeinbußen (-28,7 %) hinnehmen müssen.

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