VW Golf 8: „New Volkswagen beginnt mit dem neuen Golf“

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Alle Otto- und Dieselmotoren sind Direkteinspritzer mit Turboaufladung. Ihr Leistungsspektrum reicht von 66 kW/90 PS bis zu 221 kW/300 PS. Neu im Programm sind zwei Dreizylinder-Benziner und zwei Vierzylinder-Diesel. Erstere sollen dank des „TSI-Miller-Brennverfahrens“ besonders niedrige Emissionswerte erreichen. Und auch bei den Selbstzündern will VW beim Schadstoffausstoß Vorreiter sein: Via Twindosing – einer zweifachen Adblue-Einspritzung – sollen etwa die Stickoxidemission auf ein Minimum sinken. Zudem sollen die Motoren deutlich sparsamer sein als bislang: Bei den Dieseln verspricht VW ein Verbrauchsminus von 17 Prozent.

Großes Thema rund um den Golf 8 ist die Hybridisierung – gerade in Deutschland, da Plug-in-Hybride im Flottengeschäft dank der neuen Regelung zur Dienstwagenbesteuerung zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Beispiel Passat: Beim Mittelklasse-Modell ist der Anteil der GTE-Variante nach Angaben eines VW-Sprechers hierzulande von zuvor etwa drei Prozent auf zuletzt rund zehn Prozent gestiegen. Auch beim Golf rechnen die Wolfsburger mit einer größeren Plug-in-Hybrid-Nachfrage, wenn das Modell im kommenden Jahr verfügbar sein wird. VW stellt dabei Varianten mit 204 und 245 PS sowie einer neuen 13 kWh-Lithium-Ionen-Batterie bereit. Die reinelektrische Reichweite soll bei 60 Kilometern liegen.

VW Golf 8: Der Beginn von „New Volkswagen“
Bildergalerie mit 19 Bildern

In Sachen CO2-Bilanz soll aber auch der Mild-Hybrid helfen. Er besteht aus einem 48-Volt-Riemen-Startgenerator, einer 48-Volt-Lithium-Ionen Batterie sowie einem TSI-Motor. Rund zehn Prozent sparsamer als reine Benziner sollen die „eTSI“-Modelle unterwegs sein. Laut Markenchef Brandstätter werden jene Modelle „die CO2-Benchmark“ schlechthin sein. Kunden können zwischen einer 110, einer 130 und einer 150 PS-starken Version wählen.

Neu sind beim Golf zudem die Ausstattungslinien. Trendline, Comfortline und Highline sind Geschichte. Künftig gibt es das Fahrzeug in den Linien „Golf“, „Life“, „Style“ und „R-Line“. Schon in den niedrigeren Stufen verspricht VW deutlich mehr Extras als bisher. Unter anderem wird der Golf bereits in der Grundausstattung vollvernetzt sein. Das dürfte nicht zuletzt den Hintergrund haben, dass Volkswagen das Thema „Functions on demand“ in Zukunft stark bespielen will. Um auch nach dem Kauf noch Zusatzfunktionen freischalten zu können, müssen die Autos updatefähig sein. Im kommenden Jahr sollen dann zusätzlich zu den genannten Varianten noch die eigenständigen Golf-Modelle GTI, GTI TCR, GTD, GTE (wie erwähnt) und R folgen.

Golf 8 kommt zuerst nach Deutschland und Österreich

Die ersten beiden Märkte, die VW mit der neuen Golf-Generation versorgt, sind Deutschland und Österreich. Dort soll das Auto noch im Dezember starten, voraussichtlich in Kalenderwoche 49. Einen genauen Termin nennt der Hersteller noch nicht. Auch der Preis ist noch geheim. Auch der Golf 8 soll aber in der Grundausstattung für weniger als 20.000 Euro zu haben sein. In Wolfsburg gerät man aufgrund dieser Zahlen schon jetzt ins Schwärmen – und will etwaige Zweifel am Bestseller gar nicht erst aufkommen lassen. „Kaum ein Auto ist so zeitgemäß wie der neue Golf. Er wird von unseren Kunden mit Sicherheit sehr positiv aufgenommen werden“, sagte Ralf Brandstätter.

(ID:46201517)

Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility / Entwicklungsredakteur