VW-Händlerrendite liegt über Ergebnis 2010

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Werner Eichhorn, Leiter Vertrieb und Marketing Deutschland Volkswagen Pkw, erwartet im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE« für seine Marke in diesem Jahr weiter wachsende Marktanteile.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Redaktion: Ein Highlight auf dem VW-Messestand auf der IAA war der neue Up. Was erwarten Sie sich von dem Fahrzeug?

Werner Eichhorn: Das Kleinstwagensegment wächst in Deutschland und bewegt sich langsam in Richtung von 10 Prozent des Gesamtmarkts. Mit dem Up wollen wir das Segment wie in vielen anderen Fahrzeugklassen auch wesentlich mitgestalten.

Das ist ein ambitioniertes Ziel. Woher nehmen Sie diesen Optimismus?

Die Produktqualität des Wagens, seine Eigenschaften und die am Wettbewerb orientierte Preisstellung erlauben uns, zuversichtlich zu sein. Alle Kommentare zum Fahrzeug sind ausgesprochen gut, das Design gefällt und kommt an. Der Up ist stimmig, seine Verkehrsfläche klein und der Wagen hochwertig. Das ist kein Verzichtsauto, wie man es heute oft bei Autos unter 10.000 Euro erwartet. Der Up ist ein vollwertiger Volkswagen mit entsprechender Sicherheitsausstattung, mit dem wir wettbewerbsfähig sind. Zusätzlich haben wir ein sehr günstiges Versicherungspaket geschaffen. Dies ist insbesondere für jüngere Menschen sehr interessant, die aufgrund ihrer Versicherungseinstufung als Fahranfänger erhebliche Mehrkosten zu tragen hätten.

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Wann starten Sie mit dem Verkauf des Up?

Wir starten den regulären Verkauf Ende November zu diesem Zeitpunkt sind dann auch im Handel die Erstausstattungen vorhanden. Den Vorverkauf haben wir mit Bekanntgabe der Preise und Öffnung der Verkaufssysteme für Bestellungen bereits zum Beginn der IAA 2011 gestartet.

Müssen die Händler bestimmte Auflagen erfüllen, um den Up verkaufen zu können?

Der Up reiht sich ganz normal in unser Produktprogramm ein. Zusätzlich haben wir im Rahmen von individuellen Händler-Gesprächen Business-Pläne mit jedem Partner für Verkäuferschulung, Veranstaltungsplanung, Adressqualifizierung und Provisionssysteme festgelegt. Ziel ist es, dass jeder Händler optimal alle Vertriebskanäle bearbeiten kann.

Sie haben auf der Messe auch ein paar weitere Studien zum Up vorgestellt. Wie viel wird davon Realität werden?

Aktuell ist der Up als Dreitürer erhältlich. Zusätzlich bieten wir die Sondermodelle Black & White an. Voraussichtlich im zweiten Quartal des nächsten Jahres wird der Fünftürer eingeführt. 2013 geht es weiter! Neben dem e-Up kommt dann auch der cross Up. Wie es mit den anderen gezeigten Studien weitergeht, werden wir dann sehen.

Sie zeigten auf der Messe den Nils als Studie. Werden wir solch einen Wagen in den nächsten Jahren wirklich auf der Strasse sehen?

Unsere Forschungsabteilung hat sich sehr viele Gedanken zur Situation der Pendler in den Großstädten gemacht. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Menschen überwiegend allein unterwegs sind und täglich rund 25 km in die Stadt rein- und wieder rausfahren. Die Frage war: Was kann man diesen Autofahrern zukünftig anbieten, damit sie möglichst umweltfreundlich in einem Elektrofahrzeug mit einer sehr kleinen Verkehrsfläche diese Strecken bewältigen können? Die Antwort ist der Nils. Ein Fahrzeug mit einer kleinen Verkehrsfläche und einem Elektromotor mit der notwendigen Reichweite. Rein für diesen Mobilitätsbedarf ist der Nils gedacht.

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