VW im September mit klarem Absatzplus

Schwächephase in Deutschland hält an

| Autor: Christoph Seyerlein

(Bild: Autostadt)

Bei den Monatsbilanzen zum Absatz von VW Pkw zeigt sich derzeit in schöner Regelmäßigkeit dasselbe Bild: Während weltweit die Geschäfte bei Volkswagens Kernmarke brummen, hakt es in der Heimat in Deutschland in Folge der Abgas-Affäre. So auch im September: Insgesamt gingen 593.700 Neuwagen im vergangenen Monat an Kunden, das waren 8,4 Prozent mehr als im September 2016. In Deutschland stand mit 44.100 Einheiten dagegen ein klares Minus von 8,8 Prozent unter dem Strich.

Der Hersteller weist in einer Mitteilung darauf hin, dass der Absatz in Deutschland zuletzt einige Male sogar zweistellig im Minus gelegen hat, und versucht die jüngsten Zahlen hierzulande somit in bester PR-Manier als Erfolg zu verkaufen. Diese belegten „einen deutlichen Aufwärtstrend“, schreiben die Wolfsburger in einer Pressemitteilung. Zurückzuführen seien die „positiven Impulse“ unter anderem auf die Abwrackprämie für Euro-1- bis Euro-4-Diesel.

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Dass der Absatz weltweit trotzdem klar anzog, lag vor allem an guten Geschäften in China und enormen Zuwächsen in den USA und einigen zuletzt schwierigen Regionen. In China – mit Abstand größter Absatzmarkt für VW – gingen mit 310.500 Neuwagen 7,5 Prozent mehr an Fahrzeugen an den Kunden als vor Jahresfrist. Einmal mehr zeigte sich dabei auch die Abhängigkeit der Marke vom Reich der Mitte. Mehr als jeder zweite Neuwagen (52,3 %) von VW wurde im September in China verkauft.

In den USA konnte VW im September deutlich zulegen. 32.100 Auslieferungen bedeuteten dort ein Plus von 33,2 Prozent. Mit klaren Zuwächsen in Russland (+14,7 %) und Brasilien (+130,8 %) konnte die Marke im September zudem in Regionen punkten, in denen der Autoabsatz viele Monate lang klar rückläufig war.

Im Gesamtjahr hat VW Pkw weltweit nach neun Monaten 4.490.900 Autos verkauft (+2,7 %).

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