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VW räumt mit Millionenzahlung weiteres Diesel-Verfahren gegen Aufsichtsratschef Pötsch ab

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt nicht weiter wegen des Verdachts der Marktmanipulation gegen Volkswagens Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und Ex-Konzernboss Matthias Müller. Das Verfahren gegen einen anderen ehemaligen VW-Granden läuft dagegen weiter.

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Volkswagen-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch (li.) und Ex-Konzernboss Matthias Müller.
Volkswagen-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch (li.) und Ex-Konzernboss Matthias Müller.
(Bild: Volkswagen)

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ihre Ermittlungen gegen Porsche-SE-Chef Hans Dieter Pötsch und Ex-VW-Chef Matthias Müller wegen des Verdachts der Marktmanipulation im Zusammenhang mit der Dieselaffäre eingestellt. Das sagte eine Sprecherin der Behörde am Donnerstag. Das Verfahren gegen Pötsch sei gegen eine Geldauflage in Höhe von 1,5 Millionen Euro eingestellt worden, die bereits bezahlt worden sei.

Das Verfahren gegen Müller sei ohne Auflagen eingestellt worden. Die Ermittlungen gegen Müllers Vorgänger an der VW-Spitze und früheren PSE-Chef Martin Winterkorn liefen hingegen weiter, sagte die Sprecherin.

Das Verfahren drehte sich um den Verdacht, die finanziellen Konsequenzen der VW-Dieselaffäre für die Porsche SE seien den Anlegern zu spät mitgeteilt worden. Die PSE ist die Hauptaktionärin von VW. Auch Müller hatte mehrere Jahre ihrem Vorstand angehört.

Der PSE-Aufsichtsrat begrüßte die Einstellung der Ermittlungen. Man sei weiterhin der Auffassung, dass die Vorstandsmitglieder ihre kapitalmarktrechtlichen Pflichten nicht verletzt hätten, und halte die erhobenen Vorwürfe der Staatsanwaltschaft dementsprechend für unbegründet.

Volkswagen zahlt erneut für Pötsch

Bereits im Mai hatten Pötsch und der aktuelle Volkswagenchef Herbert Diess ein Verfahren wegen Marktmanipulation vor dem Landgericht Braunschweig gegen eine Geldzahlung zur Einstellung gebracht. Damals überwies Volkswagen insgesamt neun Millionen Euro an das Land Niedersachsen.

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