VW: US-Prüfer schließt strafrechtlich das Diesel-Kapitel

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Vorstandschef Herbert Diess zeigte sich zufrieden. Auch er betonte jedoch, dass sich der Konzern nicht zurücklehnen dürfe: „Ich bin der kontinuierlichen weiteren Verbesserung unseres Unternehmens und seiner Kultur verpflichtet, ebenso wie alle meine Vorstandskollegen.“

Auch den Streit um ein rassistisches Instagram-Video habe Thompson beobachtet, sagte Werner. Über den Stand in deutschen Strafverfahren sei ihm regelmäßig berichtet worden: „Wir sind in vielen Verfahren zwar nicht mehr Prozessbeteiligte, aber die juristische Aufklärung von Einzelverfahren ist für uns dennoch ein wichtiger Schritt, um die Aufarbeitung der Dieselkrise zum Abschluss zu bringen.“

So soll es etwa gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn und weitere frühere Führungskräfte einen Betrugsprozess wegen Dieselgate geben. Im Fall von Diess sowie Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch wurde ein Marktmanipulations-Verfahren gegen 9 Millionen Euro eingestellt.

In der Summe setzte Volkswagen nach eigenen Angaben etwa 300 neue oder angepasste Vorschriften um. Sie sollen einen „weltweit einheitlichen Rahmen zur Förderung der Integrität und Compliance“ schaffen. Neu ist auch ein übergreifender Verhaltenskodex für alle zwölf Konzernmarken. Etwa 690 Millionen Euro flossen in die Verbesserung der Strukturen. Insgesamt musste VW bisher 32 Milliarden Euro an Rechtskosten verbuchen, den Großteil davon in Nordamerika.

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