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VW-Vertriebschef: „Wir wollen den Diesel wieder zurückbringen“

| Autor: Jens Rehberg

Thomas Zahn, der in Wolfsburg das operative Vertriebsgeschäft bei VW verantwortet, ist mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres in Deutschland zufrieden. Vor allem der Diesel-Auftragseingang verschafft ihm gute Laune.

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Thomas Zahn hat die aktuelle Absatzsituation bei VW Pkw eingeordnet.
Thomas Zahn hat die aktuelle Absatzsituation bei VW Pkw eingeordnet.
(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Der Vertriebschef der Volkswagen-Kernmarke, Thomas Zahn, ist mit den Absatzzahlen des ersten Halbjahres in Deutschland zufrieden. „Wir kratzen beim Marktanteil wieder an der 20-Prozentmarke“, sagte der Manager am Mittwoch anlässlich eines Pressegespräches in Wolfsburg. Allein die Auslieferungen im Handel habe man im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,4 Prozent steigern können (Gesamtmarkt: +2,9 %). Mit der Umweltprämie habe VW es zudem geschafft, rund 130.000 alte Euro-1- bis Euro-4-Diesel von der Straße zu holen.

Zudem habe sich im zweiten Quartal der Anteil an Euro-6-Diesel-Fahrzeugen im Auftragseingang mit 38 Prozent deutlich nach oben entwickelt. „Seit drei, vier Monaten sehen wir diese erfreuliche Tendenz, wenngleich ich noch nicht von einem Trend reden will“, so Zahn wörtlich. Erklärtes Ziel sei es, sobald die WLTP-Umstellung vollzogen sei, „gemeinsam mit den Händlern den Diesel wieder nach vorne zu bringen.“ Dafür stellte er zudem weitere Unterstützungsmaßnahmen in Aussicht.

Zu den Unregelmäßigkeiten im Rahmen der WLTP-Umstellung sagte der Vertriebschef, er sei zuversichtlich, dass VW ab dem Spätsommer wieder eine deutlich höhere Bestellbarkeit gewährleisten könne. Er räumte allerdings ein, dass es zu „temporären Angebotslücken“ kommen werde.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Hersteller verlauten lassen, europaweit könne es über alle Konzernmarken hinweg durch die Umstellung auf das WLTP-Verfahren zu Lieferverzögerungen bei 200.000 bis 250.000 Fahrzeugen kommen.

Zur aktuellen Renditesituation bei den VW-Händlern sagte Thomas Zahn, die Durchschnittsrendite im Partnernetz werde 2018 voraussichtlich um mindestens 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte steigen. Die konkrete Kennzahl wollte Zahn allerdings nicht nennen.

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 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«