Absatzdruck VW/Audi-Händlerverband sieht „große Chance“ in EU-Exporten

Autor Christoph Seyerlein

Der Verkauf fällt Autohändlern hierzulande aktuell häufig schwer. Der VW/Audi-Partnerverband rät seinen Mitgliedern nun, das Geschäft mit Partnern im EU-Ausland zu forcieren. Helfen soll dabei eine Kooperation.

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Der Handel steht im Zuge der Corona-Krise unter Druck.
Der Handel steht im Zuge der Corona-Krise unter Druck.
(Bild: © Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH)

Der VW/Audi-Partnerverband (VAPV) rät seinen Mitgliedsbetrieben, sich genauer mit dem Verkauf von Fahrzeugen ins EU-Ausland zu befassen. Wie der Verband am Dienstag mitteilte, sieht er darin eine „große Chance für den deutschen Handel“, den Absatzdruck in der Branche als Folge der Corona-Krise zu vermindern.

Exporte gelten als komplex und deshalb teilweise auch als riskant. Dem will der VAPV durch eine Kooperation mit der Herpolsheimer-Gruppe Rechnung tragen. Diese berät den Handel unter anderem in derartigen Fragen. Mehr als 700 Händler zählen zur Kundschaft des Unternehmens mit Sitz in Kulmbach. VW/Audi-Händlerverbandsmitglieder sollen zum Start der Kooperation ein „exklusives Angebot“ von Herpolsheimer erhalten.

„Riesiger und lukrativer Absatzmarkt“

VAPV-Geschäftsführer Alexander Sauer-Wagner erklärte: „Unser oberstes Ziel ist es, unsere Händler und Servicepartner vor möglichen finanziellen Schäden durch den Export von Fahrzeugen in das EU-Ausland zu schützen.“ Gleichzeitig wolle man aber den Betrieben eine Lösung bieten, die eigenen Umsätze und Erträge abzusichern.

Mit ihren 27 Mitgliedsstaaten biete die EU „einen riesigen und lukrativen Absatzmarkt über Landesgrenzen hinaus“. Wichtig sei es dabei aber nicht nur, alle steuerrechtlichen Regeln einzuhalten, sondern auch ausschließlich an seriöse Geschäftspartner Ware zu verkaufen. Für jeden Verkauf brauche es außerdem zwingend einen vollständigen und lückenlosen Buch- und Belegnachweis.

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