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Wankelmotor: Bei Mazda läufts bald wieder rund

| Autor: Jakob Schreiner

Der japanische Autobauer will den Kreiskolbenmotor zu seinem Comeback in der Automobilproduktion verhelfen. Ab 2020 soll der Wankelmotor als Range-Extender in einem neuen Modell zum Einsatz kommen.

(Bild: Mazda)

Sechs Jahre nach dem Produktionsende RX8, des seinerzeit einzigen Serienfahrzeugs mit Wankelmotor, will der japanische Autobauer das Motorenkonzept wiederbeleben. Wie Mazda am Dienstag mitteilte, soll ab 2020 der Rotationskolbenmotor in einer Variante eines neuen batterie-elektrischen Fahrzeugs als sogenannter Range-Extender zum Einsatz kommen. Ein Range-Extender lädt die Fahrzeugbatterie bei Bedarf wieder auf und soll so die Bedenken hinsichtlich der begrenzten Reichweite von E-Autos ausräumen.

Die Wahl fiel aufgrund der kompakten Bauform bei gleichzeitiger hoher Leistungsabgabe und aufgrund der Tatsache, dass der Wankelmotor neben Benzin auch mit gasförmigen Kraftstoffen kompatibel ist, auf das unkonventionelle Motorkonzept. Die andere Variante des angekündigten Modells soll das erste reine Elektrofahrzeug des Autobauers sein. Genauere Details zu den beiden Antriebskonzepten oder dem angekündigten Fahrzeug macht Mazda derzeit noch nicht.

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Die Einstellung des RX8 2012 bedeutete das vorzeitige Ende des Kreiskolbenmotors nach fast fünf Jahrzehnten als Antriebsquelle im PKW. Damals bedeutete die strengere Abgasnorm Euro 5 das Aus für das Antriebskonzept. Im Gegensatz dazu ist das jetzige Wankel-Comeback Teil einer nachhaltigen Unternehmensstrategie, mit dem der Autobauer bis 2050 90 Prozent der CO2-Emissionen im Vergleich zu 2010 reduzieren möchte.

Langfristiges Ziel von Mazda ist es, CO2-neutrale Autos mit Verbrennungsmotor zu verwirklichen. Im Jahr 2030 sollen 95 Prozent aller Fahrzeuge, die das Unternehmen produziert, mit einer Kombination aus Verbrenner und E-Motor angetrieben werden. Die restlichen fünf Prozent sollen reine Elektrofahrzeug stellen.

Der Ansatz mit der sogenanntem Range-Extender-Technik ist mittlerweile eher ungewöhnlich. Zwar verfügen der mittlerweile eingestellte erste Opel Ampera und eine Variante des BMW i3 über eine ähnliche Technik, durchgesetzt hat sie sich jedoch nicht. Auch nicht bei Audi, die 2010 einen Elektro-A1 – sogar ebenfalls mit Wankelmotor - als Studie vorgestellt hatten. In die Serie schaffte es das Konzept aber nicht.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik