Metall-Tarifverhandlung in NRW Warnstreiks gehen weiter

Autor / Redakteur: dpa / Nick Luhmann

IG Metall und Arbeitgeber treffen sich am Montag zur mittlerweile fünften Verhandlungsrunde. Bislang liegen die Positionen noch weit auseinander.

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(Bild: IG Metall)

Begleitet von weiteren Warnstreiks werden am Montag (11.00 Uhr) die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen fortgesetzt. Die Gewerkschaft will mit Streikaktionen in Mönchengladbach und Gummersbach die Arbeitgeber weiter unter Druck setzen. Das Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen gilt als möglicher Pilotbezirk für eine Einigung, die dann auch in den anderen Gebieten übernommen werden könnte.

In der Kfz-Branche haben sich die Arbeitgebervertreter des nordrhein-westfälischen Kfz-Gewerbes allerdings vor einigen Wochen bereits einen Tarifvertrag mit der Christlichen Gewerkschaft Metall ausgehandelt.

Die IG Metall fordert für die rund 3,8 Millionen Beschäftigten der Branche in Deutschland, von denen etwa 700.000 in NRW arbeiten, vier Prozent mehr Lohn. Wo es in einem Betrieb schlecht läuft, soll das Geld für einen partiellen Lohnausgleich bei einer auf vier Tage verkürzten Arbeitszeit genutzt werden. Die Arbeitgeber haben bislang Lohnerhöhungen frühestens für das Jahr 2022 in Aussicht gestellt und wollen automatische Abweichungen vom Tarifniveau für schwächere Betriebe.

„Wir wollen bis Ostern zu einem Ergebnis kommen“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, der „Bild am Sonntag“. „Aber die Arbeitgeber müssen jetzt endlich mal ein Angebot vorlegen. Null Komma null ist keine Verhandlungsbasis.“ Trotz Corona hat Deutschlands größte Gewerkschaft seit dem Ende der Friedenspflicht Anfang März bereits mehr als 400.000 Beschäftigte für Warnstreiks mobilisiert. Die Protestaktionen gegen den Kurs der Arbeitgeber gehen nun in die dritte Woche.

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