Was Autohäuser für die Elektromobilität investieren müssen

Autor Jan Rosenow

2.000 neue Ladepunkte pro Woche fordert VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Da sind auch die Händler gefragt. Was die Installation einer Ladesäule kostet, erfahren sie auf den Autoservicetagen, die dieses Jahr online stattfinden.

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Eine fünfstellige Summe kann für die Installation einer leistungsfähigen Ladesäule schnell zusammenkommen.
Eine fünfstellige Summe kann für die Installation einer leistungsfähigen Ladesäule schnell zusammenkommen.
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

Jede Woche kommen zurzeit 12.000 neue Elektroautos auf die Straße, jubelt der Verband der deutschen Automobilindustrie. Doch wo sollen all diese Fahrzeuge geladen werden? Nicht weniger als 2.000 neue Ladepunkte seien dafür nötig, fordert VDA-Präsidentin Hildegard Müller – und zwar pro Woche.

Beim Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur werden auch die Autohändler in die Pflicht genommen. Und eine öffentlich zugängliche Ladesäule hat für einen Kfz-Betrieb auch durchaus Vorteile: beispielsweise eine erhöhte Kundenfrequenz. Zudem macht sie neues Umsatzpotenzial möglich, etwa mit einer kleinen Gastronomie, an der sich die Ladegäste versorgen können.

Doch auf der Sollseite stehen die Kosten, die dem Betrieb für die Installation entstehen. Und die sind keinesfalls zu unterschätzen, vor allem, wenn es eine Schnellladesäule sein soll. Da kommt schnell eine fünfstellige Summe zusammen.

Nicht jeder Betrieb muss Batterien reparieren

Wie viel genau, das erfahren Sie auf den Autoservicetagen. Matthias Pfau, Betriebsberater beim Kfz-Gewerbe Bayern, erklärt detailliert die Kosten für die Installation einer Ladesäule sowie den monatlichen Betrieb und geht auch auf die Auswirkungen ein, die ein solcher Großverbraucher auf die Energieversorgung des gesamten Betriebs hat.

Doch mit der Ladesäule allein ist es nicht getan, wenn es darum geht, seinen Betrieb für die Elektromobilität fit zu machen. Max Rejek von Dekra gibt in seinem Vortrag einen Einblick in die überarbeitete DGUV-Information 200-005, mit der die Qualifizierung für Wartungsarbeiten an Hochvoltfahrzeugen neu geregelt wird. Damit hilft er den Händlern, zu entscheiden, welche Qualifikationsstufe für die bei ihnen anfallenden Servicetätigkeiten ausreicht.

Rabatt für »kfz-betrieb«-Abonnenten

Die Autoservicetage finden dieses Jahr am 24. November statt, und zwar erstmals ausschließlich online. Auf einer speziell programmierten Webplattform können Sie die Vorträge via Livestream am heimischen Bildschirm verfolgen und sich mittels Chatfunktion interaktiv in das Geschehen einbringen oder Livechat-Termine mit anderen Teilnehmern verabreden. Sponsoren und Aussteller haben die Möglichkeit, sich in einem digitalen Showroom zu präsentieren.

Im Nachgang zu den Autoservicetagen bekommen alle Gäste die Vorträge nochmals auf einer Onlineplattform zur Verfügung gestellt. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Prüforganisation Dekra und dem Werkstattausrüster Maha.

»kfz-betrieb«-Abonnenten erhalten 30 Prozent Nachlass auf die Teilnahmegebühr. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.autoservicetage.de im Internet.

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