Elektromobilität Was bei der E-Auto-Sicherheit zu beachten ist

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Ob in der Produktion oder wenn's mal kracht: Bei Elektroautos gelten aufgrund der hohen Spannungen andere Sicherheitsvoraussetzungen als bei Verbrennern. Eine Übersicht.

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Es gibt immer mehr Elektroautos. Doch wie steht es mit der Sicherheit?
Es gibt immer mehr Elektroautos. Doch wie steht es mit der Sicherheit?
(Bild: TÜV Nord)

Nach langem Zögern gewinnt die E-Mobilität jetzt an Schwung – der Umgang mit den Stromern wirft aber auch einige Sicherheitsfragen auf. Wie bei Verbrennern gelten hohe Standards. „Generell müssen alle Fahrzeuge dieselben Anforderungen erfüllen, um auf die Straße zu kommen“, heißt es beim Autoverband VDA. Der TÜV Nord erklärt, es werde „jedes Bauteil auf Herz und Nieren geprüft“.

Wenn doch einmal etwas passiert, gilt es jedoch, sich klar zu machen: Der Wagen erfordert wegen seines grundsätzlich andersartigen Aufbaus besondere Vorsicht an Stellen, über die man sich bei einem Diesel oder Benziner wohl kaum Gedanken machen würde. In einer Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte stieg jüngst die Zahl derer, die dies als relevantes Thema sehen, von 5 auf 12 Prozent. Und welches Gewicht ist Unfällen von E-Autos mit Bränden beizumessen?

Höhere Energien bedeuten höhere Spannungen. Im Elektrofahrzeug werden Akkus verwendet, die deutlich mehr Strom liefern als herkömmliche Systeme. Schließlich müssen die meist mit Lithium-Ionen arbeitenden Zellen leistungsfähig genug für die Bereitstellung der gesamten Antriebskraft sein, die der E-Motor nach Umwandlung der chemischen und elektrischen Energie in Bewegungsenergie entfalten soll. Entsprechend viele Zellen mit Elektrolyt-Lösung kommen zum Einsatz.

Zwischen manchen Kontakten können dabei Spannungen von etlichen hundert Volt anliegen, die dann auch hohe Stromstärken ergeben. Das ist zwar weniger als eine Hochspannung, wie E-Techniker sie offiziell definieren – aber doch ein Vielfaches der Netzspannung zu Hause.

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