Was die Kürzel am Reifen bedeuten

Immer mehr Autohersteller verwenden speziell markierte Reifen

| Autor: Jan Rosenow

Zusätzlich zur verbindlichen Tragfähigkeitsangabe – wie die 91 in der Reifendimension 205/55 R 16 91V – ist in den letzten Jahren noch die Zusatzbezeichnung „Extra Load“ oder EL üblich geworden. Sie hat die ältere Markierung „Reinf(orced)“ für „verstärkt“ weitgehend verdrängt. Aber: „Entscheidend ist der Tragfähigkeitsindex, nicht die Zusatzkennzeichnung“, kommentiert Michael Staude vom TÜV Süd. Ein in den Papieren vorgeschriebener, verstärkter Reifen der Dimension 205/55 R 16 94V erfüllt die Anforderungen mit und ohne EL oder Extra Load.

Was macht die Schnecke auf dem Reifen?

Pannensichere Reifen werden mittlerweile in nennenswertem Umfang in der Erstausrüstung montiert. Ihre Bezeichnung ist vom Reifenhersteller abhängig und lautet beispielsweise SST, SSR, RFT, ZP oder ROF. Diese „Runflats“ können begrenzte Strecken auch ohne Luft gefahren werden. Mittlerweile gibt es auch eine eigene Norm für Runflat-Reifen. Produkte, die nach dieser Norm gefertigt sind, tragen in der Reifendimension das Kürzel RF statt R (also beispielsweise 205/55 RF 16) und haben zusätzlich das Piktogramm einer stilisierten Schnecke auf der Seitenwand.

Weiterhin gibt es noch selbstdichtende Pneus, die kleinere Durchstiche automatisch abdichten. Sie sind meist mit dem Begriff „Seal“ in unterschiedlichen Wortkombinationen gekennzeichnet. Pannensichere Reifen dürfen nur gefahren werden, wenn das Auto mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet ist.

Leise Reifen sind jetzt Vorschrift

Seit November vergangenen Jahres dürfen fast alle neu produzierten Reifen beim Geräusch den europäischen Soundlevel 2 nicht überschreiten. Erkennbar sind sie im Reifenlabel an einer Markierung mit zwei „Soundwaves“. Diese Angabe bezieht sich aber nur auf das Außengeräusch. Die Industrie vertreibt auch Reifen, die durch eine im Inneren angeordnete Schaumstofflage ein besonders niedriges Lärmniveau im Innenraum versprechen und Bezeichnungen wie „Acoustic“ oder „Contisilent“ tragen.

Wohnmobile stellen sehr hohe Anforderungen an die Bereifung. Geringe Fahrleistungen und lange Standzeiten gehen einher mit sehr starker Gewichtsbelastung. Die Industrie trägt dem mit Varianten Rechnung, die beispielsweise mit dem Wort „Camping“ gekennzeichnet sind. Vorgeschrieben sind diese Typen nicht, aber empfehlenswert.

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