Was Sie zum 1. November beachten müssen

Autos ohne RDKS und ESP sind nicht mehr zulassungsfähig

| Autor: Jan Rosenow

Bitte Schrauben anziehen: Kein Neuwagen kommt mehr ohne RDKs auf die Straße.
Bitte Schrauben anziehen: Kein Neuwagen kommt mehr ohne RDKs auf die Straße. (Foto: Rosenow)

Zum 1. November treten in der EU zwei wichtige fahrzeugtechnische Vorschriften in Kraft: Zum einen ist dieser Termin der Stichtag für die Umsetzung der EU-Verordnung 661/2009: Alle erstzugelassenen Kraftfahrzeuge der Klasse M1 und M1G müssen ab sofort mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein. Dabei hat der Gesetzgeber es offengelassen, ob die Autohersteller sogenannte direkte Systeme (mit Sensoren in den Rädern) oder die indirekte Variante (auf Basis der Raddrehzahlen) benutzen. Experten rechnen mit einem Marktanteil von etwa 60 Prozent für das leistungsfähigere, aber auch teurere direkte System. Achtung: Bei Autos, die unter die EU-VO 661/2009 fallen, darf das RDKS im Winterbetrieb nicht mehr deaktiviert werden. Die Winterräder müssen also gleichfalls mit Sensoren ausgestattet sein.

Zweite Neuheit: Ab Samstag müssen alle Neufahrzeuge das elektronische Stabilitätsprogramm ESP besitzen. Laut Bosch liegt die Quote bislang in Europa bei 84 Prozent; insbesondere Kleinwagen bekamen das wichtige Sicherheitsfeature oft nur gegen Aufpreis mit an Bord. Deren Grundpreise dürften also nach dem Stichtag steigen. Neufahrzeuge ohne die beiden genannten Ausstattungsfeatures sollten bis spätestens zum 31. Oktober eine Tageszulassung bekommen, um noch verkauft werden zu können.

Reifenkennzeichnungspflicht bitte auch beachten

Wie der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk (BRV) meldet, droht angesichts der RDKS- und ESP-Thematik ein weiterer Umsetzungstermin unterzugehen. Deshalb weist der Verband darauf hin, dass die Typengenehmigungsvorschrift ECE-R 117.2 und damit die Kennzeichnungspflicht hinsichtlich des Rollwiderstands, der Nasshaftung und des Abrollgeräusches nach dem 1. November auch für das Reifenersatzgeschäft gelten.

Das bedeutet, dass Reifen ab Herstellungsdatum DOT 4514 einer Typengenehmigung nach ECE-R 117.2 und damit der entsprechenden Kennzeichnung bedürfen, ansonsten sind sie nicht zulässig im Straßenverkehr. Für die im Handel lagernden Bestände räumt der Gesetzgeber eine Übergangsfrist von 30 Monaten ein, das heißt diese Reifen dürfen im Ersatzgeschäft noch bis maximal 31. März 2017 verkauft werden.

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