Wechsel an der Händlerverbandsspitze von Ford

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Christoph Seyerlein

Bei seiner letzten Tagung als Ford-Händlerverbandspräsident zog Volker Reichstein ein positives Fazit für das Jahr 2015. Dennoch gibt es noch einige Baustellen – vor allem in Sachen Lieferfähigkeit.

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Ford-Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Kopplin (li.) und der neue Händlerverbandspräsident Johann Gesthuysen (Mitte) verabschieden den scheidenden Präsidenten Volker Reichstein.
Ford-Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Kopplin (li.) und der neue Händlerverbandspräsident Johann Gesthuysen (Mitte) verabschieden den scheidenden Präsidenten Volker Reichstein.
(Foto: Mauritz/Redaktion »kfz-betrieb«)

Von einem personellen Wechsel an der Spitze und einer positiven Grundstimmung war die diesjährige Ford-Händlerverbandstagung geprägt: Nach 24 Jahren hat Ford-Händlerverbandspräsident Volker Reichstein auf der Veranstaltung in Hamburg offiziell das Ruder an den Hauptgeschäftsführer des Ford-Partnerverbands Johann Gesthuysen übergeben und wurde mit frenetischem Applaus und Standing Ovations gebührend verabschiedet.

Zur Unterstützung von Johann Gesthuysen wird zum 1. Mai der bisherige Assistent der Geschäftsführung Fabio Krause zum Geschäftsführer des Ford-Partnerverbands ernannt. Auch an der Spitze der Ford-Dienstleistungsgesellschaft (FHD) dreht sich das Personalkarussell kräftig: Manfred Reddig tritt als FHD-Geschäftsführer zurück und wechselt in den Aufsichtsrat. In die FHD-Geschäftsleitung rücken für ihn Harald Theyssen, Frank Hendricks und Peter Rumswinkel auf.

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Die Bilanz für 2015, die der scheidende Verbandspräsident Volker Reichstein im Beisein von knapp 650 Ford-Partnern zog, war fast durchweg positiv: Nicht nur die Verkaufszahlen hätten sich positiv entwickelt, auch die wirtschaftliche Situation der Ford-Partner habe sich verbessert. Mit knapp 1,4 Prozent lag die durchschnittliche Rendite im vergangenen Jahr zwar unter der anvisierten Zielrendite von 1,5 Prozent, dennoch sei dies der zweithöchste je erreichte Wert, so Reichstein. 84 Prozent der Ford-Händler hätten schwarze Zahlen geschrieben.

Als Gründe für die positive Entwicklung nannte er vor allem die gestiegenen Stückzahlen und die höheren Stückerlöse. „62 Prozent der Erlössteigerung resultiert aus dem Neuwagengeschäft“, unterstrich Reichstein. Auch das Gebrauchtwagengeschäft und der Bereich After Sales hätten sich positiv entwickelt.

Weitere Renditesteigerung im Blick

Der Ford-Partnerverband rechnet auch im laufenden Jahr mit einer positiven Renditeentwicklung. In den ersten beiden Monaten haben die Händler im Durchschnitt 0,8 Prozent Umsatzrendite erwirtschaftet. „In den letzten Jahren sind wir oft mit negativen Zahlen gestartet“, unterstreicht Volker Reichstein.

Rundum zufrieden ist der Verband mit der Ertragssituation dennoch nicht: Angesichts der getätigten Investitionen müsse das Mindestziel drei Prozent Rendite lauten. Auch an manch anderer Stelle sieht der Verband noch Verbesserungsbedarf: Allen voran sei die Liefersituation nach wie vor unbefriedigend. Das gilt vor allem für die Pkw-Modelle S-Max, Galaxy, Mondeo und Mustang, der im März 2016 der meistverkaufte Sportwagen in Deutschland war: „Die Händler können ihren Kunden nach wie vor nicht zuverlässig Auskunft geben, wann sie ihr Auto bekommen“, bemängelte Volker Reichstein. Auch die Tatsache, dass der Ka-Nachfolger Ka+ künftig über 10.000 Euro positioniert sein wird, sieht der Verband skeptisch.

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Stv. Ressortleiterin