Wechselkäufer: Skoda und Hyundai gewinnen

Im Privatkundenmarkt ist erhebliche Bewegung

| Autor: Andreas Grimm

Ein neuer Wagen bedeutet oft auch eine neue Marke: Über Wechselkunden konnten einige Fabrikate die Marktanteile erhöhen.
Ein neuer Wagen bedeutet oft auch eine neue Marke: Über Wechselkunden konnten einige Fabrikate die Marktanteile erhöhen. (Foto: VBM-Archiv)

Stagnation im Neuwagenmarkt bedeutet nicht zwangsläufig stagnierende Geschäfte in den Autohäusern. Wie eine aktuelle Erhebung der Marktforschung Dataforce zeigt, sind die Wanderungsströme der privaten Neuwagenkäufer zwischen den Marken erheblich.

Diesen Wettbewerb hat in diesem Jahr die sinkende Gesamtnachfrage zusätzlich verschärft: Inklusive September wurden im laufenden Jahr laut Dataforce bisher 84.598 weniger Neuwagen zugelassen als im gleichen Zeitraum 2012. Dennoch konnten fünf Volumenmarken ihren Absatz im Privatkundenmarkt steigern: Ford, Seat, Skoda, Kia und Dacia.

Ford konnte in diesem Marktsegment 44 Prozent zulegen, allerdings war das Vergleichsjahr 2012 für die Kölner alles andere als gut gelaufen. Trotzdem liegt der Gesamtabsatz des Fabrikats im deutschen Markt derzeit 7,7 Prozent unter Vorjahresniveau. Anders Seat: Die Spanier legten bei den Privatkunden um 22 Prozent zu, im Gesamtmarkt sogar um 24,8 Prozent. Skoda wächst im Privatmarkt um 8 Prozent (gesamt 2,2 %), Kia um 3 Prozent (gesamt 3,6 %) und Dacia um 1 Prozent (gesamt 1,7 %).

Das Volumenwachstum im Privatmarkt lässt allerdings nicht unbedingt darauf schließen, ob eine Marke besonders trendig ist. Auch das belegt das Beispiel Ford: Von allen privaten Autokäufern, die von Januar bis September 2013 die Marke gewechselt haben, entschieden sich nur rund 5 Prozent für die Kölner. Das wesentlich kleinere Fabrikat Kia konnte einen ähnlich hohen Anteil auf sich vereinen. Und Hyundai zog sogar jeden zehnten wechselwilligen Neuwagenkäufer an.

Als größtes Fabrikat im deutschen Markt zog naturgemäß Volkswagen die meisten Markenwechsler an, nämlich rund 16 Prozent. Dass das Wachstum von Skoda nicht zuletzt vom Interesse der Privatkunden getragen wird, zeigen die Dataforce-Zahlen ebenfalls: 10,5 Prozent der Wechsler landeten bei der tschechischen Marke. Beim Volumenfabrikat Renault landeten dagegen nur knapp 2,5 Prozent der Wechsler.

Die Wanderungsströme belegen zudem den hohen Wettbewerb der VW-Konzernmarken: Der Anteil der Seat-Fahrer, deren vorheriges Fahrzeug ein VW war, liegt dieses Jahr bei 17 Prozent und bei Skoda bei 18 Prozent. Ähnlich ist es im Renault-Konzern: Bei 16 Prozent der Dacia-Kunden war das vorherige Fahrzeug ein Renault.

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