Chery Weiter in Lauerstellung

Autor Andreas Wehner

2017 hatte der chinesische Autohersteller Chery angekündigt, nach Europa kommen zu wollen. Inzwischen betreibt das Unternehmen ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Deutschland. Einen Zeitpunkt für den Start des Automobilvertriebs gibt es jedoch noch nicht.

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Den Exeed TX hatte Chery 2017 auf der IAA erstmals vorgestellt.
Den Exeed TX hatte Chery 2017 auf der IAA erstmals vorgestellt.
(Bild: Chery)

Der chinesische Autobauer Chery hält an einem Markteintritt in Europa fest: „Ein Start von Chery in ausgewählten europäischen Märkten steht außer Frage“, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Allerdings konnte er noch keinen konkreten Zeitpunkt nennen. Dieser hänge letztendlich von verschiedenen Faktoren ab. Eine Rolle spielten dabei die komplexen Richtlinien und die unterschiedlichen nationalen Förderprogramme für elektrifizierte Fahrzeuge.

Das Unternehmen betreibt seit etwa zwei Jahren ein Forschungs- und Entwicklungszentrum im hessischen Raunheim. Die Zahl der Mitarbeiter dort ist innerhalb des letzten Jahres um 25 Prozent gewachsen. Der Schwerpunkt liegt dabei im Designbereich.

Die Corona-Krise hat den Fahrplan des Autobauers kaum beeinflusst. Zwar verzeichnete Chery – wie viele andere Hersteller – im ersten Quartal dieses Jahres Einbußen. „Das Absatztal ist jedoch längst überwunden und die Zahlen der vergangenen Monate liegen sogar über dem Niveau des Vorjahres“, sagte der Unternehmenssprecher. Aller Voraussicht nach werde Chery in diesem Jahr wieder Chinas größter Fahrzeugexporteur werden.

Das Unternehmen ist in über 80 Ländern und Regionen in Asien, Südamerika und Nordafrika aktiv. 2017 hatte sich Chery mit seiner neuen Marke Exeed auf der IAA in Frankfurt präsentiert und angekündigt, Fahrzeuge auch in Europa verkaufen zu wollen. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen rund 750.000 Fahrzeuge weltweit ab.

Einen Artikel über die Aktivitäten chinesischer Hersteller in Deutschland lesen Abonnenten in Ausgabe 48/49 des »kfz-betrieb«, die am 27. November erschienen ist, sowie als PLUS-Fachartikel online.

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