Weiterbildung: Die Werkstatt der Zukunft

Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Das Institut für Automobilwirtschaft (IfA) baut in Esslingen bei Stuttgart eine Zukunftswerkstatt auf. In diesem „Innovationsschaufenster“ sollen Mitarbeiter von Kfz-Betrieben künftig neue Technologien und Systeme erproben können.

In der Zukunftswerkstatt 4.0 wird man ab 2021 neue Technologien erproben können.
In der Zukunftswerkstatt 4.0 wird man ab 2021 neue Technologien erproben können.
(Bild: Shutterstock/IFA)

Digitalisierte Autohaus- und Werkstattprozesse, Autos mit Hochvoltantrieben, neue Werkstoffe und Car-to-X-Kommunikation mit ganz neuen Fahrerassistenzsystemen: Auf die Automobilbranche kommen derzeit sehr viele grundlegende Veränderungen zu. Die meisten davon wirken sich auch direkt oder zumindest indirekt auf die Kunden aus – und zwar im Handels- und im Werkstattgeschäft. Deshalb müssen sich Kfz-Betriebe einerseits auf eine veränderte sogenannte Customer Journey einstellen, also die Reise des Kunden durch seine Angebotslandschaft. Und die beginnt im Idealfall mit dem ersten Kontakt des Kunden und endet damit, dass er den Betrieb und/oder eine Dienstleistung in seinem Netzwerk weiterempfiehlt. Andererseits müssen sich die Mitarbeiter in die neuen Techniken einarbeiten, die in den Fahrzeugen stecken, und ganz neue Werkstattprozesse verinnerlichen.

Die Krux bei der Sache ist jedoch, dass sich neue Techniken, Prozesse und Services im Vorfeld oft nur in begrenztem Umfang testen und erproben lassen. Hier setzt die „Zukunftswerkstatt 4.0“ an, ein Weiterbildungszentrum, das derzeit in Esslingen bei Stuttgart entsteht. Es hat seinen Ursprung im „Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg“. Für das Projekt errichtet das Institut für Automobilwirtschaft (IfA) der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) ein 450 Quadratmeter großes Werkstattareal mit zusätzlichen Seminarräumen sowie einem angegliederten Verkaufsraum, das es ab Anfang 2021 gemeinsam mit der DAT Group betreiben wird.