Weitere Hinweise auf Sparprogramm für VW

„Handelsblatt“ verweist auf Konzernkreise

| Autor: dpa

(Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw plant einem Zeitungsbericht zufolge ein neues, milliardenschweres Sparprogramm mit dem zusätzlichen Abbau von rund 5.000 Arbeitsplätzen. Der Vorstand um VW-Chef Herbert Diess wolle von 2023 an über zusätzliche Effizienzmaßnahmen 5,9 Milliarden Euro jährlich einsparen, berichtete das „Handelsblatt“ am Freitag unter Berufung auf Informationen aus dem Konzern.

Grund sei die Umstellung auf Elektroautos, für die das Unternehmen mehr Geld benötige. Dafür könnten bis dahin 5.000 Jobs in der Verwaltung wegfallen, womöglich werde es aber nötig, gar 7.000 Stellen zu streichen. Das Unternehmen wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies auf die Jahrespressekonferenz der Marke am Mittwoch. Vom Betriebsrat hieß es, weitere Stellenstreichungen seien pure Spekulation. Allerdings hatte Aufsichtsrat Wolfgang Porsche am Rande des Genfer Salons ebenfalls eine Verschlankung von VW und Audi gefordert.

Wolfgang Porsche schießt gegen VW und Audi

Wolfgang Porsche schießt gegen VW und Audi

06.03.19 - Der Sprecher der Volkswagen-Eigentümerfamilie fordert ein Abspeckprogramm für die beiden Konzernmarken VW Pkw und Audi. Sie seien nicht mehr profitabel, flexibel und effizient genug, meint Wolfgang Porsche. lesen

Die Marke Volkswagen hatte mit dem Betriebsrat bereits 2016 ein Sparpaket verabredet, das die Kosten bis 2020 um 3,7 Milliarden Euro senken sollte. Weltweit hatte die Marke dafür die Streichung von 30.000 Stellen beschlossen, 23.000 davon in Deutschland. Im Gegenzug sollten in Zukunftsbereichen Tausende neue Jobs entstehen. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte zuletzt betont, die bestehenden Vereinbarungen reichten aus, um künftige Aufgaben zu schultern.

Dass die Marke dennoch mehr sparen muss, hatte der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter noch Anfang Dezember deutlich gemacht. Er sah auch Spielraum, über Altersteilzeit und Fluktuation weitere Stellen zu kürzen. Aktuell liegt dem Unternehmen der neue Abgas- und Verbrauchsprüftest WLTP schwer im Magen.

In den kommenden Jahren will Volkswagen vor allem wegen schärferer EU-Vorschriften beim Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) auf Elektroautos setzen. Die sind im Motorenbau einfacher und benötigen nicht mehr so viel Arbeitskraft – werfen zunächst aber weniger Gewinn ab, weil die Mehrkosten für teure Komponenten wie Batterien wohl nicht voll auf die Kunden umgelegt werden können.

VW ID Buggy Concept: Zeigen, was geht

VW ID Buggy Concept: Zeigen, was geht

05.03.19 - Nein, einen Elektro-Buggy will VW nicht bauen. Doch die Wolfsburger wollen in Genf zeigen, dass die Basis des ID Buggy, also der Elektrobaukasten MEB, sich auch für freizeitorientierte E-Mobile eignet. lesen

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45791231 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

45.000 Euro netto will das chinesische Start-up Byton für sein Elektro-SUV M-Byte verlangen. Nach dem Start in China Anfang 2020 soll das Auto ein Jahr später auch nach Europa kommen. Byton-Manager Andreas Schaaf erläutert die Pläne des Fabrikats. lesen

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi schaltet sich immer häufiger zwischen freie Werkstatt und Endkunde. Aus Sicht der Berliner geschieht das nur zum Vorteil der Betriebe. Die künftigen Pläne des Start-ups erläutert Geschäftsführer Philipp Grosse Kleimann. lesen