Mitsubishi Welche Perspektiven die Autohäuser jetzt haben

Autor: Yvonne Simon

Der Plan von Mitsubishi, keine neuen Modelle nach Europa zu bringen, hat Importeur und Händler im vergangenen Sommer geschockt. Mittlerweile sind für 2023 zwei Renault-Zwillinge angekündigt. Welche Perspektiven die Autohäuser jetzt haben.

Auf ihm ruhen große Hoffnungen: Der Eclipse Cross Plug-in-Hybrid ist nach jetzigem Stand das letzte neue Mitsubishi-Modell bis 2023.
Auf ihm ruhen große Hoffnungen: Der Eclipse Cross Plug-in-Hybrid ist nach jetzigem Stand das letzte neue Mitsubishi-Modell bis 2023.
(Bild: Mitsubishi)

Es war nur ein Neunzeiler, doch der Inhalt wog schwer. Mit knappen Worten vermeldete Mitsubishi Ende Juli 2020 auf seiner internationalen Website, fortan keine neuen Modelle mehr nach Europa zu bringen. Der Hersteller sprach davon, die Einführung von neuen Fahrzeugen „einzufrieren“ – eine Formulierung, die zumindest noch ein wenig Interpretationsspielraum zuließ. „Was eingefroren ist, kann wieder auftauen“, sagte der damalige Importeursgeschäftsführer Kolja Rebstock und kündigte an, für die Marke zu kämpfen. Für die 400 Mitsubishi-Partner in Deutschland begann eine Hängepartie, die sich über sieben Monate ziehen sollte.

Viele von ihnen beschrieben die Nachricht als Schock. Kaum einer hätte damit gerechnet, dass die Japaner tatsächlich dem gesamten europäischen Markt den Rücken kehren wollen. Ein paar Wolken waren zuvor aber schon aufgezogen: Bereits Anfang 2020 hatte die Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi bekannt gegeben, dass sich die drei Hersteller jeweils auf bestimmte Kernregionen konzentrieren sollten. Mitsubishi würde den Fokus vor allem auf Südostasien legen.

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Redakteurin Management & Handel