Weller: Autohäuser verpassen wegen Corona wichtigste Verkaufsphase

Autor / Redakteur: dpa / Viktoria Hahn

„Eigentlich wären jetzt unsere stärksten Monate“, meint Autohändler Burkhard Weller und erhofft sich von der Politik eine rasche Lockerung der Beschränkungen im Autohandel. Denn für einige Händler ist die Lage trotz staatlicher Hilfe brisant.

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„Was jetzt weg ist, wird nicht im September nachgeholt werden“, meint BMW-Händler Burkhard Weller.
„Was jetzt weg ist, wird nicht im September nachgeholt werden“, meint BMW-Händler Burkhard Weller.
(Foto: Michel/»kfz-betrieb«)

Burkhard Weller erhofft sich von der Politik eine rasche Lockerung der Beschränkungen im Autohandel. Die Ansteckungsgefahr in den Autohäusern, in denen sich deutlich weniger Kunden als im Supermarkt aufhielten, sei sehr gering, sagte der Autohändler der Deutschen Presse-Agentur. Wenn die inzwischen normalen Vorsichtsregeln eingehalten würden, könnten die Häuser jetzt wieder öffnen.

„Eigentlich wären jetzt unsere stärksten Monate“, sagt Weller. Durch die Vorgaben sei das Geschäft aber auf 20 Prozent zusammengeschrumpft, nur telefonisch und online laufe noch etwas.

Nach einer Rückkehr zur Normalität erwarte er auch „keine Riesenwelle. Das geht nur langsam wieder hoch“. Denn viele potenzielle Kunden seien inzwischen in Kurzarbeit oder in Ungewissheit, ob ihr Arbeitsplatz noch sicher sei. „Was jetzt weg ist, wird nicht im September nachgeholt werden.“ Wie lange die Autohändler die Beschränkungen noch überstehen, sei unterschiedlich. Aber weil die Mieten und Kosten weiterliefen, dürfte es für einige trotz Kurzarbeit schwierig werden.

Weller zählt mit 1.900 Mitarbeitern und 900 Millionen Euro Umsatz im Jahr zu den großen Autohändlern in Deutschland.

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