Lynk & Co Wenige nutzen das Sharing – aber die sehr aktiv

Autor Andreas Wehner

Bei Lynk & Co kann man Autos nicht nur kaufen, sondern in einer Art Abo nutzen und gleichzeitig anderen zur Verfügung stellen. Chief Technology Officer David Green spricht im Interview über das Sharingkonzept und erläutert, welche Auswirkungen die Chipkrise auf das schwedisch-chinesische Unternehmen hat.

David Green ist Chief Technology Officer bei Lynk & Co: „Unser Geschäftsmodell ist der Service, nicht die Daten.“
David Green ist Chief Technology Officer bei Lynk & Co: „Unser Geschäftsmodell ist der Service, nicht die Daten.“
(Bild: Lynk & Co)

Das Volvo-Schwesterfabrikat Lynk & Co bietet Autos nicht nur klassisch zum Kauf an, sondern über eine Art Abo. Gleichzeitig können Besitzer eines Lynk & Co 01 ihr Fahrzeug mittels einer Sharing-Funktion anderen anbieten, wenn sie es nicht benötigen. Lynk & Co hat dabei nicht nur Privatpersonen im Blick, sondern will mit dem Konzept gezielt Firmen ansprechen, die ihren Mitarbeitern einen Fahrzeugpool zur Verfügung stellen wollen. Wesentlicher Teil des Konzepts ist ein digitaler Schlüssel, den sich die Nutzer aufs Smartphone laden können. David Green, Chief Technology Officer bei Lynk & Co, erläutert das Konzept und die aktuelle Lage bei dem Hersteller.

Redaktion: Lynk & Co ist im April auf dem europäischen Markt gestartet. Welche Zwischenbilanz ziehen Sie?

David Green: Wir sind natürlich genau zur falschen Zeit gestartet. Es herrscht Chipmangel, und dann parkt auch noch jemand mal eben ein Schiff im Suezkanal. Wir hatten direkt vom Start weg eine Menge Herausforderungen, die wir nicht eingeplant hatten. Aber die Nachfrage ist größer als erwartet. Rund 27.000 Leute haben sich bereits gemeldet und ein Auto bestellt. Gerechnet hatten wir mit 9.000 im ersten Jahr. Daher ist unsere größte Herausforderung jetzt, all diese Leute schnell mit Fahrzeugen zu versorgen.