Bilanz der Kfz-Schiedsstellen Weniger Streit im Autohaus

Autor: Doris Pfaff

Die Coronakrise senkte nicht nur den Umsatz im Kfz-Gewerbe, sondern auch die Anzahl der Auseinandersetzungen. Die Kfz-Schiedsstellen zählten im Jahr 2020 fast ein Drittel weniger Schlichtungsanträge als 2019.

Reparaturaufträge in der Kfz-Werkstatt bieten für Kunden die meisten Anlässe, die Kfz-Schiedsstelle einzuschalten.
Reparaturaufträge in der Kfz-Werkstatt bieten für Kunden die meisten Anlässe, die Kfz-Schiedsstelle einzuschalten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die knapp 100 Kfz-Schiedsstellen in Deutschland verzeichneten im Jahr 2020 rund 5.900 Schlichtungsanträge. Das sind knapp 2.700 und damit fast ein Drittel weniger als 2019. „Der deutliche Rückgang ist vor allem durch die Auswirkungen der Corona-Restriktionen im Kraftfahrzeuggewerbe zu erklären“, so ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz.

Obwohl die Kfz-Werkstätten im Lockdown geöffnet waren, ging die Quote der durchschnittlichen Werkstattauslastung im gesamten Jahr 2020 um vier Prozentpunkte gegenüber 2019 zurück – mit zweistelligen Einbrüchen im März (–10 %) und April (–18 %). „Viele Menschen haben zunächst nicht notwendige Werkstattaufträge storniert oder verschoben. Insofern gab es auch deutlich weniger Anlässe für eine Schlichtung“, sagt Koblitz.

Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik