Praxis-Tipp Wenn Nocken nicht rocken

Autor: Steffen Dominsky

Auf eine viel zitierte Kleinigkeit kommt es bei der Zylinderkopfinstandsetzung von 1,9-Liter- und 2,0-Liter-Pumpe-Düse-Motoren des VW-Konzerns an. Wer hier nicht aufpasst, baut bei einem Nockenwellentausch gleich ein Leistungsproblem mit ein.

Sollzustand (links) und oftmals Istzustand (rechts) bei VWs Pumpe-Düse-Motoren: Der verschlissene Nocken der Nockenwelle hat auch die Lauffläche des Stößelbechers verschlissen beziehungsweise zerstört.
Sollzustand (links) und oftmals Istzustand (rechts) bei VWs Pumpe-Düse-Motoren: Der verschlissene Nocken der Nockenwelle hat auch die Lauffläche des Stößelbechers verschlissen beziehungsweise zerstört.
(Bild: Wild)

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ lautet ein ehemaliger Werbespruch, der es mittlerweile zur Binsenweisheit geschafft hat. Doch oft ist es in der Praxis gar nicht so leicht, das drohende Unheil, beispielsweise einen Fehler, zu vermeiden. Und zwar weil man schlicht und ergreifend nicht weiß, worauf es ankommt. Ein schönes Beispiel aus der Kategorie „Zylinderkopfinstandsetzung“ hat dazu Richard Wild, Inhaber von Wild Motoren (www.wild-motoren.de), parat.

So sind die 1998 erstmals von Volkswagen eingesetzten Pumpe-Düse-TDIs durchaus für gewisse Tugenden bekannt. Sie sind aber auch dafür bekannt, dass sie zum einen ein besonderes Motoröl benötigen und zum anderen im Laufe der Zeit zu Verschleiß von Nockenwellen und Ventilstößeln neigen – gerade wenn sie ersteres längere Zeit nicht bekommen haben. Dann ist im wahrsten Sinne des Wortes der Lack ab, also der Nockenberg einzelner Nocken nebst dazugehörigem Stößelbecher abgehobelt.

Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group