Halbleiterkrise Wer haftet, wenn der Autohersteller nicht liefern kann?

Autor Doris Pfaff

Die Halbleiterkrise bei den Autoherstellern bekommt auch der Handel zu spüren. Fragen zu möglichen Ansprüchen von Kunden, die auf ihr Neufahrzeug warten, beantwortet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

Der Mangel an Halbleitern sorgt für Engpässe bei der Autoherstellung und damit für Ärger im Autohaus.
Der Mangel an Halbleitern sorgt für Engpässe bei der Autoherstellung und damit für Ärger im Autohaus.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Der Chipmangel macht der Automobilbranche zunehmend zu schaffen, das kommt auch beim Autohändler an. Bestellte Neufahrzeuge kommen nicht innerhalb der mit dem Kunden vereinbarten Bestellfrist, mitunter auch anders als bestellt. So gab es den Fall, bei dem ein Hersteller aus seiner Halbleiternot statt eines digitalen, einen analogen Tacho einbauen ließ.

Wer kommt für Ansprüche auf, die der Kunde stellt? Darf dieser deshalb vom Kaufvertrag zurücktreten? Wer trägt die Verluste, wenn ein Händler beim Kaufabschluss den Kundenwagen in Zahlung nimmt, dessen Wert mehrere Monate später aber ein anderer ist? Kann der Händler diese Kosten seinem Hersteller oder Importeur in Rechnung stellen oder vom Ankaufvertrag zurücktreten?