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Werkstatt der Zukunft: Kfzler als Fließbandarbeiter

Autor / Redakteur: Jakob Schreiner / Vera Preising

Das Kundenfahrzeug soll bei Porsche künftig alleine den Weg auf die Hebebühne finden. Die Entwickler erhoffen sich davon effizientere Reparaturprozesse durch geringere Rüstzeiten. Welche Auswirkungen hat das auf die Rolle des Mechatronikers?

Der Fahrer sitzt nur noch aus Sicherheitsgründen hinter dem Steuer, während sich das Fahrzeug selbstständig in Richtung Hebebühne manövriert. Den Befehl dafür löst der Mechaniker mittels Tablet aus.
Der Fahrer sitzt nur noch aus Sicherheitsgründen hinter dem Steuer, während sich das Fahrzeug selbstständig in Richtung Hebebühne manövriert. Den Befehl dafür löst der Mechaniker mittels Tablet aus.
(Bild: Porsche)

Vor fast 107 Jahren begann eine Revolution, die bis heute andauert. Am 7. Oktober 1913 führte der Automobilgigant Henry Ford das Fließband in seinem Werk in Detroit ein. Dieses Datum gilt seitdem als die Geburtsstunde einer neuen Produktionsweise, die die Wirtschaft und auch die Gesellschaft maßgeblich prägte – und es bis heute tut. Das zeigt sich unter anderem darin, dass Porsche aktuell das Prinzip der „Fließarbeit“ – also das Weiterreichen eines Werkstücks von einem Arbeiter zum nächsten – in der Werkstatt testet.

Anders als damals gibt es allerdings kein physisches Fließband mehr. Nicht das Band bringt das Fahrzeug zum Arbeiter. Dank moderner Technik erledigt das Auto das bei Porsche selbst. Auf dem Werksgelände in Ludwigsburg erprobt der Autobauer in einer Machbarkeitsstudie, wie sich ein autonom fahrendes Fahrzeug in den Werkstattalltag integrieren lässt und welche Vorteile sich daraus ergeben.