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Werkstattkonzepte: Alles Fassade?

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Immer öfter können Werkstätten das Branding bekannter Ölmarken für ihre eigene Firmensignalisation nutzen. Vorreiter und Anführer ist Liqui Moly. Es folgten Petronas und Castrol. Jetzt bietet auch Shell solch ein Konzept an.

Beim 2018 gestarteten Full-Service-Konzept von Castrol griffen Werkstätten bislang nicht zu. Hingegen kommt das kleinere Co-Branding-Konzept „Castrol Service“ gut an.
Beim 2018 gestarteten Full-Service-Konzept von Castrol griffen Werkstätten bislang nicht zu. Hingegen kommt das kleinere Co-Branding-Konzept „Castrol Service“ gut an.
(Bild: s)

Ein Paukenschlag – laut und deutlich wahrnehmbar. Dann wird’s oft kontinuierlich leiser. „Decrescendo“ sagt man dazu in der Musik. Auch in der Kfz-Branche gibt es von Zeit zu Zeit gewisse Paukenschläge. Ein Unternehmen präsentiert etwas Neues, führt es mit viel Tamtam in den Markt ein. Und dann? Dann wird es nicht selten leiser und leiser.

Rückblende: Wir schreiben das Jahr 2002. Eine in Relation zu den bekannten Größen der Schmierstoffbranche klitzekleine Firma aus dem schwäbischen Ulm hat sich seit den Fünfzigerjahren nicht nur einen Namen als zuverlässiger Lieferant von Ölen und Additiven gemacht. Sie hat es zudem geschafft, dass ihr Name bzw. das Firmenlogo auch bei Endkunden bekannt und anerkannt ist. Mit diesem Pfund kann und sollte man wuchern, sagt sich Liqui Moly (LM). Die Ulmer beginnen, Firmenkunden, also Kfz-Betrieben, ihr Brandingkonzept anzubieten. Fortan können diese die Fassade ihrer Gebäude im LM-Stil gestalten. Seit 2007 haben sie auch die Möglichkeit, dieses individuell und nach eigenem Gusto zu tun.